Wallbox für den Chevrolet Bolt EV: Welche passt am besten?

Der Chevrolet Bolt EV lädt zu Hause über seinen Bordlader. Das ist das Gerät im Auto, das den Wechselstrom aus dem Netz in Gleichstrom für die Batterie umwandelt. Im Bolt nimmt er 32 A auf einer Phase auf, also 7,4 kW. Einphasig heißt: Das Fahrzeug nutzt einen der Außenleiter Ihres Hausanschlusses. Genau diese Zahl entscheidet über Ihre Wahl. Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox verteilt 16 A auf drei Phasen, und dieses Auto nutzt davon nur eine. Es lädt dort mit 3,7 kW, also halb so schnell wie möglich. Eine feste Wallbox lädt außerdem ruhiger und sicherer als eine Steckdose.

Für den Chevrolet Bolt EV empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 7,4-kW-Wallboxen. Einphasig über 4,6 kVA brauchen Sie dafür eine Symmetrieeinrichtung. Die dreiphasige Alternative mit 11 kW lädt dieses Auto langsamer. Beides erklären wir unten.

Ladedaten des Chevrolet Bolt EV

AngabeWert
Akkukapazitätrund 65 kWh
Max. AC-Ladeleistung7,4 kW
Phasen zu Hauseeinphasig, 32 A
Reichweite (WLTP)rund 380 km, je nach Ausführung
Ladezeit mit 7,4 kWetwa 9 Stunden
Ladezeit an einer dreiphasigen 11-kW-Wallboxetwa 18 Stunden
LadeanschlussTyp 2 bei europäischen Fahrzeugen, Typ 1 bei US-Importen
DC-Schnellladenrund 55 kW (CCS)

Welche Wallbox passt zum Chevrolet Bolt EV?

Der Bolt nutzt seinen Bordlader einphasig vollständig aus. Eine 7,4-kW-Wallbox passt deshalb am besten, denn sie liefert genau die 32 A, die das Auto anfordert. Hier haben Sie in Deutschland aber wirklich die Wahl, und beide Wege haben ihren Preis.

Eine einphasige Wallbox über 4,6 kVA braucht nach VDE-AR-N 4100 eine Symmetrieeinrichtung. kVA ist die Anschlussleistung und entspricht bei einer Wallbox rund 4,6 kW. Die Einrichtung verhindert eine Schieflast, also eine ungleiche Belastung der drei Phasen Ihres Hausanschlusses. Eine Schutzeinrichtung ist sie nicht, denn das sind FI-Schalter und Leitungsschutzschalter.

Mit 7,4 kW einphasig laden Sie also mit voller Geschwindigkeit, brauchen dafür aber diese Einrichtung. Mit einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox entfällt sie, weil sich die Last auf drei Phasen verteilt. Dafür braucht der Bolt dort rund achtzehn Stunden. Besprechen Sie die Abwägung mit Ihrem Elektrofachbetrieb, der Ihren Hausanschluss kennt.

Vor der Installation gilt außerdem die Meldepflicht nach § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV). Bis 11 kW genügt eine Anmeldung beim Netzbetreiber, und beide Varianten oben liegen in diesem Rahmen. Erst darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.

Eines sollten Sie vor der Wahl noch wissen. Keine unserer 7,4-kW-Wallboxen hat einen eingebauten MID-Zähler, also einen geeichten kWh-Zähler in der Wallbox selbst. Weil der Zähler in der Wallbox sitzt, erfasst er nur, was Ihr Auto lädt, getrennt vom übrigen Haushalt. Und weil er geeicht ist, ist die Messung rechtsgültig. Damit rechnen Sie den Ladestrom mit dem Arbeitgeber oder der Leasinggesellschaft ab. Wir führen Wallboxen mit diesem Zähler sowohl mit 11 kW als auch mit 22 kW. Einphasig mit 7,4 kW gibt es ihn nicht.

Zwei Funktionen bieten die 7,4-kW-Wallboxen sehr wohl. Lastmanagement bedeutet, dass die Wallbox misst, wie viel Strom Ihr Zählerschrank noch übrig hat, und ihre Leistung entsprechend senkt. So bleibt ein langer Ladevorgang in dem Rahmen, den Ihre Hauptsicherung trägt. Mit einer App starten Sie das Laden in den Stunden, in denen Ihr Strom am günstigsten ist.

Unser gesamtes Sortiment steht auf der Seite 7,4-kW-Wallboxen. Dort filtern Sie gezielt nach dynamischem Lastmanagement und App-Steuerung. Wer trotzdem einen geeichten Zähler möchte, findet ihn bei den 11-kW-Wallboxen und den Wallboxen mit MID-Zähler, allerdings mit dem Tempoverlust von oben.

Wie lange lädt der Chevrolet Bolt EV?

Der Bolt hat eine Batterie von etwa 65 kWh. An einer 7,4-kW-Wallbox dauert ein vollständiger Ladevorgang rund neun Stunden: 65 kWh geteilt durch 7,4 kW. Wer die Wallbox abends anschließt, fährt morgens mit voller Batterie los. An einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox dauert derselbe Ladevorgang etwa achtzehn Stunden.

Der in Europa als Opel Ampera-e verkaufte Bolt EV hat einen Typ-2-Anschluss. Stammt Ihr Fahrzeug aus den USA? Dann hat es einen Typ-1-Anschluss. Sie laden es an einer Typ-2-Wallbox mit einem Typ-1-Ladekabel.

Weitere Chevrolet Modelle bei Wallbox Discounter

Wallbox Discounter bietet Ladeberatung auch für die anderen elektrischen Chevrolet Modelle. Sehen Sie sich die Übersicht aller Chevrolet Wallboxen an:

Häufig gestellte Fragen

Lädt der Chevrolet Bolt EV mit 11 kW?

Nein. Das Auto nimmt 32 A auf einer Phase auf, also sind 7,4 kW seine Obergrenze. Eine 11-kW-Wallbox bietet 16 A je Phase, und der Bolt nutzt davon eine. Übrig bleiben 3,7 kW. Wer die volle Geschwindigkeit will, kommt bei diesem Auto an der einphasigen 7,4-kW-Wallbox nicht vorbei.

Brauche ich eine Wallbox mit MID-Zähler?

Nur wenn Sie Ihren Ladestrom abrechnen wollen, etwa mit dem Arbeitgeber oder der Leasinggesellschaft. Dafür brauchen Sie einen geeichten Zähler, und den führen wir mit 11 kW und mit 22 kW. Bei diesem Auto stehen sich also ein geeichter Zähler und die volle Ladegeschwindigkeit gegenüber.

Muss die Wallbox von einem Fachbetrieb angeschlossen werden?

Ja. In Deutschland darf nur ein im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragener Elektrofachbetrieb die Wallbox anschließen. Wallbox Discounter regelt die Installation in den Niederlanden, in Flämisch-Belgien und in Deutschland, und sonst nirgends. Österreich und die Schweiz fallen also nicht darunter. In den Niederlanden und in Flämisch-Belgien bestellen Sie die Installation direkt mit. In Deutschland läuft sie über ein kostenloses Angebot; die Möglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zur Wallbox-Installation.