Wallbox für den BYD Han: Welche passt am besten?

Der BYD Han hat einen großen Akku von 85,4 kWh, lädt zu Hause mit Wechselstrom aber nur mit 6,6 kW. Ein großer Akku bei bescheidener Ladeleistung heißt: Eine volle Ladung dauert eine ganze Nacht. Welche Wallbox passt dazu? Sehen Sie alle Wallboxen für BYD-Modelle in unserer Übersicht.

Für den BYD Han empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 22-kW-Wallboxen.

Für ein Auto mit 6,6 kW wirkt das überdimensioniert. Der Grund liegt aber nicht in der Leistung, sondern in der Zahl der Phasen.

Ladespezifikationen des BYD Han

SpezifikationWert
Akkukapazität85,4 kWh nutzbar (Blade LFP)
Max. AC-Ladeleistung (zu Hause)6,6 kW, einphasig
Reichweite (WLTP)521 km
Ladezeit an einer 7,4-kW- oder 22-kW-Wallboxetwa 15 Stunden, inklusive Ladeverlusten
Ladezeit an einer 11-kW-Wallboxetwa 27 Stunden, inklusive Ladeverlusten
AnschlussTyp 2 (AC) / CCS (DC)
DC-Schnellladen120 kW

Warum die Zahl der Phasen wichtiger ist als die Leistung

Das ist der entscheidende Punkt beim Han, und er funktioniert umgekehrt zur Erwartung. Das Auto hat einen einphasigen Bordlader. Ihr Hausanschluss führt in der Regel drei Phasen, also drei getrennte Wechselstromleiter. Dieses Auto nutzt davon nur eine, mit 29 Ampere.

Eine 11-kW-Wallbox liefert drei Phasen mit je 16 Ampere. Der Han nimmt davon nur eine, kommt also nie über 16 Ampere hinaus. Das ergibt 3,7 kW statt 6,6 kW. Eine volle Ladung dehnt sich damit von rund 15 auf etwa 27 Stunden.

Eine 22-kW-Wallbox liefert drei Phasen mit je 32 Ampere. Der Han nimmt weiterhin eine Phase, doch diese führt nun die vollen 29 Ampere, die er anfordert. Er erreicht damit seine kompletten 6,6 kW, genau wie an einer einphasigen 7,4-kW-Wallbox.

Kurz gesagt: Der Han lädt an einer 7,4-kW- oder einer 22-kW-Wallbox am schnellsten und an einer 11-kW-Wallbox am langsamsten. Diese mittlere Stufe sollten Sie meiden.

Welche Wallbox passt zum BYD Han?

Zwei Leistungsklassen geben dem Auto sein volles Tempo. Die Wahl dazwischen hängt davon ab, was die Wallbox neben der Leistung noch bietet.

Unsere 7,4-kW-Wallboxen erreichen die vollen 6,6 kW und sind die einfachste Lösung. Einen geeichten Zähler führt diese Reihe allerdings nicht.

Ein MID-Zähler ist ein geeichter kWh-Zähler im Gerät. Er erfasst genau, wie viele Kilowattstunden Sie zu Hause laden. So sehen Sie, was das kostet, getrennt vom übrigen Haushaltsstrom. Fahren Sie einen Dienstwagen, dann ist er die Grundlage für die Dienstwagenabrechnung. Unsere Wallboxen mit MID-Zähler gibt es mit 22 kW, aber nicht mit 7,4 kW. Genau das gibt den Ausschlag.

Eine 22-kW-Wallbox behält außerdem ihren Wert, wenn Ihr nächstes Auto dreiphasig lädt.

Eine lange Ladung macht zwei weitere Funktionen sinnvoll. Dynamisches Lastmanagement senkt die Leistung der Wallbox automatisch, wenn der Rest des Hauses viel Strom zieht. Bei einem Auto, das die ganze Nacht am Kabel hängt, zählt das, und Sie finden diese Funktion bei unseren Wallboxen mit dynamischem Lastmanagement. Mit einer Wallbox mit App starten Sie die Ladung per Telefon in den günstigsten Stunden.

Einen Überblick über alle Modelle für den Heimgebrauch finden Sie bei unseren Wallboxen für zu Hause.

Der Han nutzt einen Typ-2-Anschluss, wie die meisten aktuellen Wallboxen. Zu Hause laden Sie über den festen Anschluss der Wallbox. Ein separates Typ-2-Ladekabel brauchen Sie nur unterwegs.

Anschluss und Anmeldung in Deutschland

In Deutschland darf nur ein Elektrofachbetrieb die Wallbox hinter dem Zähler anschließen. Er muss im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen sein. Das ist eine Vorgabe, keine Empfehlung.

Melden Sie die Wallbox vor der Installation bei Ihrem Netzbetreiber an. Bis 11 kW genügt eine Anmeldung, darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung (§ 19 Niederspannungsanschlussverordnung, NAV). Für eine 22-kW-Wallbox gilt also die Genehmigungspflicht.

Besprechen Sie mit Ihrem Elektrofachbetrieb außerdem die Symmetrieeinrichtung. Sie gleicht eine einseitige Netzbelastung aus und ist ab 4,6 kVA auf einer einzelnen Phase vorgeschrieben. kVA ist dabei die Leistung, die eine einzelne Phase Ihres Anschlusses belastet.

An einer 7,4-kW- oder 22-kW-Wallbox zieht der Han rund 6,6 kVA auf einer Phase und liegt damit über dieser Grenze. An einer 11-kW-Wallbox bleibt er mit etwa 3,7 kVA darunter, lädt dafür aber nur halb so schnell. Ob in Ihrem Fall eine Symmetrieeinrichtung nötig ist, beurteilt Ihr Elektrofachbetrieb vor Ort.

Wir organisieren die Installation in den Niederlanden, im flämischen Belgien und in Deutschland. Für Deutschland läuft das über ein kostenloses Angebot: Sie bestellen die Installation nicht mit, sondern fragen sie zuerst an.

Wie lange lädt der BYD Han?

85,4 kWh geteilt durch 6,6 kW ergeben auf dem Papier rund 13 Stunden. Rechnen Sie in der Praxis mit etwa 15 Stunden von leer bis voll. Beim Laden entstehen immer Verluste.

Sie planen das als Nachtladung: abends anstecken, morgens ist das Auto voll. Laden Sie nur nach, was Sie tagsüber verbraucht haben, dann sind Sie deutlich früher fertig. An einer 11-kW-Wallbox dauert dieselbe volle Ladung etwa 27 Stunden und passt damit in keine Nacht mehr.

Für längere Fahrten hat der Han einen schnellen DC-Anschluss mit 120 kW. Laden auf der Strecke ist damit eine ganz andere Geschichte. Die bescheidenen 6,6 kW gelten nur für Wechselstrom zu Hause.

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Häufig gestellte Fragen

Lädt der BYD Han an einer 11-kW- oder 22-kW-Wallbox schneller?

An einer 22-kW-Wallbox erreicht er seine vollen 6,6 kW. An einer 11-kW-Wallbox nicht. Die liefert 16 Ampere pro Phase. Der Han nutzt nur eine davon und sinkt damit auf 3,7 kW. Richtig sind eine 7,4-kW- oder eine 22-kW-Wallbox.

Braucht der BYD Han eine Wallbox mit MID-Zähler?

Technisch nicht, sinnvoll schon. Ein geeichter Zähler zeigt Ihnen genau, was das Laden zu Hause kostet, getrennt vom übrigen Stromverbrauch. Rechnen Sie mit Arbeitgeber oder Leasinggesellschaft ab, dann ist er dafür die Grundlage. Unsere 22-kW-Reihe führt ihn, die 7,4-kW-Reihe nicht.

Muss ich die Wallbox von einem Fachbetrieb anschließen lassen?

Ja. In Deutschland darf nur ein im Installateurverzeichnis eingetragener Elektrofachbetrieb die Wallbox hinter dem Zähler anschließen. Er meldet die Anlage auch beim Netzbetreiber an und beurteilt, ob eine Symmetrieeinrichtung nötig ist.