Opel Vivaro-e 50 kWh Wallbox: welche passt am besten?

Der Opel Vivaro-e 50 kWh lädt ab Werk einphasig mit 7,4 kW. Den dreiphasigen 11-kW-Bordlader gibt es nur gegen Aufpreis. Welche der beiden Varianten in Ihrem Transporter steckt, bestimmt die Ladezeit und die Wahl der Ladestation. In Deutschland kommt ein zweiter Punkt dazu: eine einphasige Ladung über 4,6 kVA belastet das Netz einseitig. Gemeint sind damit etwa 4,6 kW auf einer einzigen Phase. Darüber stellen die Netzregeln zusätzliche Anforderungen. Wollen Sie zuerst breiter vergleichen, finden Sie hier Wallboxen für alle Opel-Modelle.

Für den Opel Vivaro-e 50 kWh empfehlen wir eine Ladestation aus unserem Sortiment an 11-kW-Wallboxen.

Ladespezifikationen des Opel Vivaro-e 50 kWh

SpezifikationWert
Nutzbare Batteriekapazität45 kWh
Max. Ladeleistung AC (Serie)7,4 kW, einphasig
Max. Ladeleistung AC (Option)11 kW, dreiphasig
Ladezeit an einer 7,4-kW-Wallboxrund 7 Stunden, inklusive Ladeverluste
Ladezeit an einer 11-kW-Wallboxrund 5 Stunden mit Bordlader-Option, rund 14 bis 15 Stunden mit Serienausstattung
LadesteckerTyp 2 (Mennekes)

Die passende Wallbox für den Opel Vivaro-e 50 kWh

Wir empfehlen eine dreiphasige 11-kW-Wallbox, und das hat einen rechtlichen Grund. Eine einphasige Ladung mit 7,4 kW zieht 32 A über eine einzige Phase. Das sind rund 7,4 kVA Schieflast, also eine einseitige Belastung des Netzanschlusses. Ab etwa 4,6 kVA verlangt die Norm VDE-AR-N 4100 dafür eine Symmetrieeinrichtung. Das ist ein Bauteil, das die Schieflast begrenzt und vom Elektrofachbetrieb eingebaut wird. Die dreiphasige Ladung verteilt die Last gleichmäßig und braucht diese Zusatzeinrichtung nicht.

Wichtig ist dabei die ehrliche Kehrseite. Eine 11-kW-Wallbox liefert 16 A pro Phase. Hat Ihr Vivaro-e den serienmäßigen einphasigen Bordlader, zieht er davon nur 3,7 kW. Die Ladung dauert dann rund 14 bis 15 Stunden statt der etwa 7 Stunden an einer einphasigen 7,4-kW-Ladestation. Haben Sie den 11-kW-Bordlader mitbestellt, laden Sie mit vollen 11 kW in rund 5 Stunden.

Wollen Sie die 7,4 kW Ihres Serienbordladers wirklich ausschöpfen, brauchen Sie eine einphasige 7,4-kW-Wallbox mit Symmetrieeinrichtung. Ob das an Ihrem Hausanschluss zulässig ist, beurteilt ein Elektrofachbetrieb. Eine 22-kW-Wallbox löst das Problem übrigens nicht. Die einseitige Belastung bleibt mit 32 A auf einer Phase genauso hoch. Oberhalb von 11 kW brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.

Welche Funktionen für den Vivaro-e sinnvoll sind, hängt vom Einsatz ab. Lädt der Transporter zu Hause oder am Betrieb neben anderen Verbrauchern, lohnt sich eine Wallbox mit dynamischem Lastmanagement. Load Balancing bedeutet, dass die Ladestation ihre Leistung automatisch senkt, wenn im Gebäude gerade viel Strom gebraucht wird. So löst der Vivaro-e nicht die Sicherung aus, während er über Nacht lädt.

Praktisch ist außerdem eine Wallbox mit App. Damit starten Sie die Ladung zeitgesteuert, etwa in den günstigen Nachtstunden, und sehen den Ladestand vor der ersten Fahrt. Wer seinen Ladeverbrauch genau erfassen will, findet in unserem Sortiment auch Wallboxen mit MID-Zähler. Ein MID-Zähler ist ein geeichter kWh-Zähler, der die geladene Strommenge rechtssicher misst. Auf 11 kW gibt es bei uns allerdings nur ein einziges Modell mit geeichtem Zähler. Brauchen Sie den Zähler unbedingt, prüfen Sie die Verfügbarkeit deshalb frühzeitig.

Sind Sie unsicher, welche Ladestation zu Ihrer Situation passt, ist unser Sortiment an Wallboxen für zu Hause ein guter Einstieg.

Ladezeiten des Opel Vivaro-e 50 kWh

Die nutzbaren 45 kWh geteilt durch die tatsächliche Ladeleistung ergeben die Ladezeit, plus einen Aufschlag für Ladeverluste. An einer einphasigen 7,4-kW-Wallbox sind das rund 7 Stunden. Mit dem optionalen 11-kW-Bordlader an einer dreiphasigen Ladestation sinkt die Zeit auf etwa 5 Stunden. Hängt der serienmäßige einphasige Bordlader an einer 11-kW-Wallbox, lädt er mit 3,7 kW und braucht rund 14 bis 15 Stunden.

Für den Alltag heißt das: mit dem 11-kW-Bordlader steht der Transporter nach einer Nacht wieder voll bereit. Mit der Serienausstattung reicht eine Nacht nur, wenn der Akku nicht ganz leer ist. Fahren Sie täglich lange Strecken, ist die Bordlader-Option deshalb die wichtigere Entscheidung als die Wallbox selbst.

Der Vivaro-e nutzt einen Typ-2-Anschluss, wie die meisten modernen Ladestationen. Ein separates Typ-2-Ladekabel brauchen Sie nur unterwegs, zu Hause laden Sie über das feste Kabel der Wallbox.

Weitere Ausführungen des Opel Vivaro-e

Wallbox Discounter hat auch Ladeinformationen für die andere Ausführung des Vivaro-e:

Häufig gestellte Fragen

Braucht der Opel Vivaro-e 50 kWh einen dreiphasigen Anschluss?

Für die volle Ladeleistung von 11 kW brauchen Sie den optionalen Bordlader und einen dreiphasigen Anschluss. In Deutschland sprechen aber auch die Netzregeln dafür. Eine einphasige Ladung mit 7,4 kW liegt über der Grenze von rund 4,6 kVA und verlangt eine Symmetrieeinrichtung.

Anschließen darf die Wallbox nur ein Elektrofachbetrieb, der im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen ist. Melden müssen Sie die Ladestation ebenfalls: bis 11 kW genügt eine Anmeldung beim Netzbetreiber, darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung. Die Installation können Sie bei uns über ein kostenloses Angebot anfragen. Wir vermitteln sie in Deutschland, den Niederlanden und im flämischen Teil Belgiens.

Warum ist ein MID-Zähler für den Vivaro-e sinnvoll?

Ein MID-Zähler ist ein geeichter kWh-Zähler in der Wallbox. Er misst genau, wie viel Strom zu Hause in den Transporter geflossen ist. Das ist nützlich, wenn Sie Ihre Ladekosten kennen wollen, und es hilft zum Beispiel auch bei der Abrechnung mit einem Arbeitgeber oder einer Leasinggesellschaft. Bei 11 kW steht dafür derzeit nur ein Modell zur Verfügung. Ist Ihnen der geeichte Zähler wichtig, planen Sie die Anschaffung deshalb frühzeitig.