smart EQ forfour Wallbox: Welche passt am besten?
Der smart EQ forfour hat eine Eigenschaft, die man bei Kleinwagen selten findet. Er war mit einem Bordlader für 22 kW Wechselstrom bestellbar. Der Bordlader ist das Bauteil im Auto, das Wechselstrom für den Akku umwandelt. Er setzt die Obergrenze fürs Laden zu Hause. Genau diese Obergrenze macht die Wahl hier anders als bei anderen kleinen Elektroautos. Die übrigen smart-Modelle laden wieder anders, und unsere Übersicht aller smart-Wallboxen bündelt die Beratung je Modell.
Für den smart EQ forfour mit dem optionalen 22-kW-Bordlader empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 22-kW-Wallboxen.
Mit dem serienmäßigen 4,6-kW-Bordlader sieht die Rechnung anders aus. Dieses Auto zieht an einer 22-kW-Wallbox 4,6 kW und an einer 7,4-kW-Wallbox ebenfalls 4,6 kW. Rein nach Tempo läge also die günstigere Wallbox nahe. Die Ausnahme ist die 11-kW-Wallbox: Sie gibt dem Auto genau eine 16-A-Phase, also nur 3,7 kW. Der Grund für die 22 kW ist der geeichte Zähler, dazu unten mehr.
Ladedaten des smart EQ forfour
Der forfour nutzt einen Typ-2-Anschluss, den europäischen Standard, der an fast jede Wallbox passt. Unterschiedlich ist der Bordlader. smart lieferte das Auto serienmäßig mit 4,6 kW aus, die 22-kW-Variante kostete Aufpreis. Welche Version in Ihrem Auto steckt, steht in den Bestellunterlagen oder in der Ausstattungsliste. Ein praktischer Test hilft auch: Hängen Sie das Auto an eine öffentliche dreiphasige 22-kW-Ladesäule und beobachten Sie die Leistung. Rund 4,6 kW bedeuten den Serienlader, knapp 22 kW den optionalen.
| Spezifikation | Serienmäßiger 4,6-kW-Bordlader | Optionaler 22-kW-Bordlader |
|---|---|---|
| Nutzbare Akkukapazität | 16,7 kWh | 16,7 kWh |
| Max. AC-Ladeleistung | 4,6 kW (einphasig) | 22 kW (dreiphasig, 32 A) |
| An einer 22-kW-Wallbox | 4,6 kW, ca. 4,5 Stunden | 22 kW, ca. 55 Minuten |
| An einer 11-kW-Wallbox | 3,7 kW, ca. 5,5 Stunden | 11 kW, ca. 2 Stunden |
| An einer 7,4-kW-Wallbox | 4,6 kW, ca. 4,5 Stunden | 7,4 kW, ca. 2 Stunden 45 Minuten |
| Ladeanschluss | Typ 2 (Mennekes) | Typ 2 (Mennekes) |
Die Ladezeiten sind Praxiswerte inklusive Ladeverluste und liegen deshalb über der reinen Rechnung aus Kapazität geteilt durch Leistung.
Warum der forfour mit 22 kW besonders ist
Die meisten Elektroautos nehmen bei Wechselstrom nicht mehr als 11 kW auf. Ein forfour mit dem optionalen Bordlader zieht die vollen 22 kW. Damit gehört er zu einer kleinen Gruppe, zusammen mit dem Renault Zoe und einigen älteren Teslas. Bei einem Akku von 16,7 kWh ist das Auto so in weniger als einer Stunde wieder voll.
Das Serienauto verhält sich anders, und dieser Unterschied wird leicht übersehen. Ein 4,6-kW-Bordlader nutzt nur eine Phase. Hängt dieses Auto an einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox, nimmt es genau eine 16-A-Phase ab. Es lädt deshalb mit 3,7 kW statt mit 11 kW. An einer 22-kW-Wallbox erreicht es seine eigene Obergrenze von 4,6 kW. Die 3,7 kW sind keine Bremse im Auto. Eine 11-kW-Wallbox hat pro Phase schlicht nicht mehr als 16 A zu geben.
Für die vollen 22 kW brauchen Sie zu Hause zusätzlich einen dreiphasigen Anschluss mit 32 A. Ohne diesen lädt der forfour trotzdem problemlos, nur ruhiger. Der kleine Akku hält jedes Szenario kurz.
Ein Punkt gehört vor die Bestellung: Bis 11 kW genügt eine Meldung bei Ihrem Netzbetreiber. Für eine 22-kW-Wallbox brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers. Klären Sie das, bevor Sie bestellen.
Welche Wallbox passt zum smart EQ forfour?
Eine dreiphasige 22-kW-Wallbox ist in beiden Fällen die sichere Wahl, weil sie beide Bordlader bedient. Ein Merkmal verdient beim Vergleichen einen zweiten Blick: ein MID-Zähler, also ein geeichter kWh-Zähler in der Wallbox. Damit sehen Sie genau, was das Laden zu Hause kostet, getrennt vom übrigen Haushaltsverbrauch. Fahren Sie einen Dienstwagen, ist er zusätzlich die Grundlage der Abrechnung mit Arbeitgeber oder Leasinggesellschaft. Wie das abläuft, zeigt unsere Seite zur Dienstwagenabrechnung zu Hause.
Dieser Zähler ist auch das Argument für 22 kW statt 7,4 kW. In unserem Sortiment gibt es kein 7,4-kW-Modell mit eingebautem Zähler, denn den gibt es hier nur auf dreiphasigen Wallboxen. Dazu kommt: Eine einphasige Wallbox über 4,6 kVA, also über etwa 4,6 kW, braucht eine Symmetrieeinrichtung nach VDE-AR-N 4100. Sie verhindert, dass die Last dauerhaft auf einer Phase hängen bleibt. Besprechen Sie das mit Ihrem Elektrofachbetrieb. Welche Modelle einen Zähler haben, zeigen unsere Wallboxen mit MID-Zähler.
Haben Sie zu Hause einen üblichen 3x25-A-Anschluss, schauen Sie sich dynamisches Lastmanagement an. Die Wallbox misst laufend, wie viel Strom im Zählerschrank frei ist, und passt die Ladeleistung automatisch an. So fällt Ihre Sicherung nicht aus, wenn Backofen und Waschmaschine gleichzeitig laufen. Dafür gibt es unsere Wallboxen mit dynamischem Lastmanagement.
Unsere Wallboxen für zu Hause bündeln die Modelle, die für einen normalen Hausanschluss gebaut sind.
Der forfour hat einen Typ-2-Anschluss, genau wie die Wallboxen. Zu Hause laden Sie über das fest angeschlossene Kabel oder die Typ-2-Steckdose der Wallbox. Für unterwegs brauchen Sie ein eigenes Typ-2-Ladekabel.
Wie lange lädt der smart EQ forfour?
Mit dem optionalen 22-kW-Bordlader dauert eine volle Ladung an einer 22-kW-Wallbox etwa 55 Minuten. An einer 11-kW-Wallbox sind es rund zwei Stunden. Mit dem serienmäßigen 4,6-kW-Bordlader rechnen Sie mit etwa viereinhalb Stunden an einer 22-kW- oder 7,4-kW-Wallbox. An einer 11-kW-Wallbox dauert es fünfeinhalb Stunden. Der Akku ist klein, der forfour also in jedem Fall schnell wieder voll.
Den Anschluss darf in Deutschland nur ein Elektrofachbetrieb ausführen. Er muss im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen sein. Das ist Vorschrift, keine Empfehlung. Wallbox Discounter regelt die Installation in den Niederlanden, in Flandern und in Deutschland. Für Deutschland läuft das über ein kostenloses Angebot, das Sie vorab anfordern.
Andere smart-Modelle bei Wallbox Discounter
Fahren Sie einen anderen smart? Für jedes Modell haben wir eine eigene Seite mit passender Ladeberatung:
Häufig gestellte Fragen zur smart EQ forfour Wallbox
Braucht der smart EQ forfour wirklich einen dreiphasigen Anschluss?
Nur für die vollen 22 kW, und nur wenn Ihr Auto den optionalen Bordlader hat. Diese Kombination verlangt einen dreiphasigen Anschluss mit 32 A. Ohne ihn lädt der forfour auch einphasig oder an 11 kW, nur langsamer. Der kleine Akku hält die Wartezeit ohnehin kurz.
Warum ist ein MID-Zähler bei meiner Wallbox wichtig?
Ein MID-Zähler ist ein geeichter kWh-Zähler in der Wallbox. Er erfasst Ihren Ladestrom nach einem gesetzlich anerkannten Standard. Damit trennen Sie das Laden sauber vom übrigen Haushaltsverbrauch. Für Dienstwagenfahrer ist genau das die Voraussetzung, um die geladenen Kilowattstunden mit dem Arbeitgeber abzurechnen.
Kann ich den forfour auch an einer normalen Steckdose laden?
Das geht mit einem mobilen Ladegerät, taugt aber nur als Notlösung. Eine normale Steckdose liefert etwa 2,3 kW. Eine volle Ladung dauert damit rund acht Stunden, also eine ganze Nacht. Für den Alltag ist eine feste Wallbox schneller, sicherer und sparsamer.


