Nissan Ariya 63 kWh: welche Wallbox passt am besten?

Der Nissan Ariya 63 kWh lädt mit Wechselstrom höchstens 7,4 kW, und zwar einphasig mit 32 A. Welche Wallbox Sie wählen, entscheidet aber darüber, ob er dieses Maximum überhaupt erreicht. Die richtige Wallbox ist deshalb nicht die stärkste, sondern die, die zu dieser einphasigen Grenze passt. Alle Ausführungen im Vergleich finden Sie in der Übersicht der Nissan Ariya Wallboxen, das ganze Sortiment unter Nissan Wallboxen.

Für den Ariya 63 kWh empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 7,4-kW-Wallboxen.

Damit lädt er mit voller Geschwindigkeit. In Deutschland gehört bei dieser einphasigen Lösung eine Symmetrieeinrichtung dazu, weiter unten erklären wir warum.

Haben Sie den optionalen 22-kW-Bordlader bestellt, lädt das Auto dreiphasig. Dann passt ein Modell aus unseren 22-kW-Wallboxen, sofern Ihr Hausanschluss dreiphasig genug Leistung hat. Über 11 kW brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.

Ladespezifikationen des Nissan Ariya 63 kWh

SpezifikationWert
Nutzbare Batteriekapazität63 kWh
Max. AC-Ladeleistung (zu Hause)7,4 kW (einphasig), 22-kW-Bordlader optional
Reichweite (WLTP)ca. 403 km
Ladezeit an einer 7,4-kW-Wallboxca. 8,5 Stunden
LadesteckerTyp 2 (Mennekes)
DC-Schnellladenbis 130 kW

Warum eine stärkere Wallbox Ihren Ariya 63 kWh nicht schneller lädt, sondern langsamer

Mit dem serienmäßigen Bordlader, also dem Ladegerät im Auto, nimmt der Ariya 63 kWh höchstens 7,4 kW auf. Er zieht sie mit 32 A auf einer Phase. Keine Wallbox hebt diese Grenze auf. Das Auto bestimmt das Maximum, nicht die Wallbox. Haben Sie zuhause einen einphasigen Anschluss, erreichen Sie dieses Maximum ohnehin.

Eine Folge davon wird leicht übersehen, und sie kostet Sie Ladezeit. Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox liefert 16 A pro Phase, und ein einphasig ladendes Auto nutzt davon nur eine. Ihr Ariya würde dort mit 3,7 kW laden, also mit der Hälfte dessen, was er kann. Eine einphasige 7,4-kW-Wallbox gibt ihm die vollen 32 A und damit die volle Geschwindigkeit.

Diese einphasige Lösung hat in Deutschland eine Auflage. Ab 4,6 kVA einphasiger Last, also gut 4,6 kW auf einer Phase, verlangt die Anschlussregel VDE-AR-N 4100 der Netzbetreiber eine Symmetrieeinrichtung. Diese Vorrichtung begrenzt die einseitige Netzbelastung. Bei 7,4 kW auf einer Phase liegen Sie darüber.

Wägen Sie deshalb ab. Option eins: volle Ladegeschwindigkeit, dafür die Symmetrieeinrichtung. Option zwei: eine dreiphasige 11-kW-Wallbox ohne diese Auflage. Ihr Ariya lädt dort nur mit 3,7 kW, die Ladezeit verdoppelt sich also ungefähr. Ihr Elektrofachbetrieb sagt Ihnen, was an Ihrem Hausanschluss sinnvoll ist. Hat Ihr Ariya den optionalen 22-kW-Bordlader, stellt sich die Frage nicht: dann lädt er dreiphasig, die Last verteilt sich gleichmäßig und die einseitige Belastung entsteht gar nicht erst.

Die praktische Schlussfolgerung: Wählen Sie nach Funktionen und nach Ihrem Anschluss, nicht nach Spitzenleistung. Ist im Zählerschrank wenig Reserve, etwa wegen einer Wärmepumpe oder eines Induktionskochfelds, ist eine Wallbox mit dynamischem Lastmanagement klug. Die Wallbox misst, was das Haus gerade verbraucht, und senkt die Ladeleistung, damit Ihre Hauptsicherung hält.

Welche Wallbox passt zum Nissan Ariya 63 kWh?

Weil der Ariya zuhause bei 7,4 kW bleibt, geht es bei der Wahl um Komfort und um die Kosten auf lange Sicht. Ein eingebauter MID-Zähler ist nach der europäischen Messgeräterichtlinie geeicht. Er erfasst genau, wie viel Strom ins Auto fließt. So trennen Sie die Ladekosten vom übrigen Haushaltsstrom und sehen, was das Auto wirklich kostet.

Diesen Zähler gibt es in unserem Sortiment allerdings nicht an einphasigen 7,4-kW-Wallboxen. Jedes Modell damit ist dreiphasig. Ist Ihnen die geeichte Messung wichtig, sehen Sie sich die Wallboxen mit MID-Zähler an. Ob eine dreiphasige Wallbox an Ihrem Anschluss die bessere Lösung ist, klärt Ihr Elektrofachbetrieb. Er beurteilt dabei auch die Symmetrieeinrichtung.

Sie können das gesamte Sortiment an 7,4-kW-Wallboxen vergleichen. Unter Wallboxen für Zuhause stehen die Modelle für einen normalen Hausanschluss.

Wie lange lädt der Nissan Ariya 63 kWh?

Der Ariya 63 kWh hat eine nutzbare Batterie von 63 kWh und lädt zuhause mit 7,4 kW. Eine leere Batterie ist damit in rund 8,5 Stunden wieder voll, also 63 geteilt durch 7,4. Stecken Sie das Auto nach dem Abendessen an, fahren Sie morgens mit voller Batterie los. Ein mobiler Lader an der Haushaltssteckdose schafft 2,3 bis 3,7 kW und braucht erheblich länger. Als Notlösung taugt er, als Alltagsmethode nicht. Der Ariya hat einen Typ-2-Anschluss. Zuhause übernimmt die feste Wallbox das Laden, für öffentliche Ladesäulen unterwegs brauchen Sie ein eigenes Typ-2-Ladekabel.

Andere Ausführungen des Nissan Ariya

Wallbox Discounter bietet auch Ladeinformationen zu den anderen Ausführungen des Nissan Ariya:

Häufig gestellte Fragen

Braucht der Nissan Ariya 63 kWh einen dreiphasigen Anschluss?

Nein. Der Ariya 63 kWh lädt serienmäßig einphasig mit bis zu 7,4 kW. Ein einphasiger Anschluss mit 32 A erreicht dieses Maximum. Ein dreiphasiger Anschluss bringt für sich genommen keine zusätzliche Geschwindigkeit, und eine dreiphasige 11-kW-Wallbox halbiert sie sogar auf 3,7 kW. Dreiphasig lohnt sich erst mit dem optionalen 22-kW-Bordlader.

Brauche ich eine Wallbox mit MID-Zähler?

Das hängt davon ab, was Sie mit dem Messwert tun. Ein geeichter MID-Zähler trennt Ihren Ladestrom sauber vom übrigen Haushaltsstrom, sodass Sie sehen, was das Auto wirklich kostet. Fahren Sie einen Dienstwagen, ist genau dieser Nachweis für die Abrechnung mit Arbeitgeber oder Leasinggesellschaft verlangt. Bedenken Sie dabei: Diesen Zähler gibt es nur an dreiphasigen Wallboxen.

Den Anschluss selbst darf in Deutschland ohnehin nur ein Elektrofachbetrieb ausführen. Er muss im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen sein. Melden Sie die Wallbox vorher beim Netzbetreiber an. Bis 11 kW genügt die Meldung, darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung. Wallbox Discounter übernimmt die Installation in den Niederlanden, in Flämisch-Belgien und in Deutschland; in Deutschland läuft das über ein kostenloses Angebot.

Kann ich den Ariya 63 kWh auch mit einem mobilen Lader laden?

Das geht, aber die große Batterie von 63 kWh macht das Laden an einer gewöhnlichen Steckdose langwierig. Ein mobiler Lader schafft meist 2,3 bis 3,7 kW. Für den Alltag ist eine feste Wallbox deutlich praktischer. Ein mobiler Lader lohnt sich als Reserve oder für unterwegs.