Nicht jeder Mercedes C 300 e lädt gleich schnell. Deshalb entscheidet das Baujahr über die passende Wallbox. Die C-Klasse als Plug-in-Hybrid gibt es in drei Generationen. Der C 350 e (2015 bis 2018) lädt zu Hause mit höchstens 3,7 kW über eine Phase. Der C 300 e von 2019 bis Anfang 2021 lädt mit bis zu 7,4 kW. Der aktuelle C 300 e (ab Mitte 2021) lädt dreiphasig mit 11 kW, also über alle drei Leitungen Ihres Hausanschlusses. Nur diese Generation kann unterwegs überhaupt schnellladen, sofern sie mit dem optionalen CCS-Anschluss bestellt wurde. Sehen Sie sich dazu auch die Übersicht aller Mercedes Wallboxen bei Wallbox Discounter an.

Für den Mercedes C 300 e ab Mitte 2021 empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 11-kW-Wallboxen.

Für den C 300 e der Jahre 2019 bis Anfang 2021 gilt eine andere Empfehlung. Diese Generation braucht eine genauere Abwägung, wie der nächste Abschnitt zeigt.

Drei Generationen, drei Ladeprofile

Die Unterschiede zwischen den drei Generationen sind groß. Die Batterie wächst von 6,4 auf 25,4 kWh, die Ladeleistung von 3,7 auf 11 kW. Stellen Sie die Ausführungen nebeneinander, bevor Sie eine Wallbox wählen:

GenerationBaujahreBatterieMax. AC-LadeleistungDC-SchnellladenElektrische Reichweite
C 350 e (W205)03/2015–04/20186,4 kWh brutto3,7 kW (einphasig)nicht verfügbarca. 31 km (NEFZ)
C 300 e (W205 Facelift)06/2019–02/202113,5 kWh brutto (ca. 11 kWh nutzbar)7,4 kWnicht verfügbar50–52 km (WLTP)
C 300 e (W206)ab Mitte 202125,4 kWh brutto (19,5 kWh nutzbar)11 kW (dreiphasig)bis zu 55 kW (nur mit optionalem CCS-Anschluss)99–111 km Limousine, 95–107 km T-Modell (WLTP)

Fahren Sie einen C 350 e (2015 bis 2018)? Dann reicht eine einfache Wallbox

Der ältere C 350 e lädt zu Hause mit höchstens 3,7 kW über eine einzige Phase. Das Auto begrenzt diese Leistung selbst. Eine 11-kW-Wallbox oder eine 22-kW-Wallbox macht ihn deshalb nicht schneller. Mit einer 6,4-kWh-Batterie ist er ohnehin zügig voll, nach rund 1 Stunde 50 Minuten. Schnellladen kann diese Generation nicht, Sie laden also zu Hause oder bei der Arbeit.

Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox ist trotzdem eine saubere Lösung für dieses Auto. Es zieht nur 16 A auf einer Phase und verliert an dieser Wallbox nichts. Damit bleibt es auch unter der Schieflastgrenze, also unter der zulässigen einseitigen Belastung des Netzes.

Fahren Sie einen C 300 e (2019 bis Anfang 2021)? Dann prüfen Sie den Anschluss genau

Diese mittlere Generation fehlt in vielen Übersichten, obwohl sie denselben Namen trägt. Sie hat eine Bruttokapazität von 13,5 kWh, davon sind rund 11 kWh nutzbar. Sie lädt mit höchstens 7,4 kW und ist damit in etwa 90 Minuten voll. Schnellladen kann auch sie nicht. Ihre Reichweite liegt bei 50 bis 52 km nach WLTP.

Wie viel Leistung am Ende ankommt, hängt vom Anschluss des Bordladegeräts ab. Rechnen Sie deshalb mit beiden Möglichkeiten. Auf einer 11-kW-Wallbox mit 3x16 A kann er bei 3,7 kW landen, je nach Anschluss. Eine einphasige 7,4-kW-Wallbox liegt über 4,6 kVA, also über der Scheinleistung, die Netzbetreiber pro Phase ohne Auflagen zulassen. Dann verlangt die Norm VDE-AR-N 4100 eine Symmetrieeinrichtung, die die Last gleichmäßig auf die Phasen verteilt. Auch an dieser Wallbox kann das Auto je nach Anschluss auf 3,7 kW zurückfallen. Das lässt sich nur am Fahrzeug selbst feststellen.

Eine 11-kW-Wallbox ist für diese Generation die unkomplizierte Wahl. Sie bleibt meldepflichtig statt genehmigungspflichtig und kommt ohne Symmetrieeinrichtung aus. Welche Lösung bei Ihnen zulässig ist, klärt Ihr Elektrofachbetrieb zusammen mit Ihrem Netzbetreiber.

Fahren Sie einen C 300 e (ab Mitte 2021)? Dann nutzen Sie eine 11-kW-Wallbox voll aus

Der aktuelle C 300 e gehört zur kleinen Gruppe der Plug-in-Hybride, die serienmäßig dreiphasig mit 11 kW laden. Die meisten Plug-in-Hybride bleiben bei 3,7 kW stehen, dieser nicht. Von der Batterie mit 25,4 kWh brutto sind 19,5 kWh nutzbar. An einer 11-kW-Wallbox mit dreiphasigem Anschluss ist er in rund 2 Stunden wieder voll, inklusive Ladeverluste.

Wurde er mit dem optionalen CCS-Anschluss bestellt, lädt er unterwegs mit bis zu 55 kW Gleichstrom. Damit sind 80 Prozent in etwa 30 Minuten erreicht. Ohne diese Aufpreisoption kann er gar nicht schnellladen. Bei dieser Generation lohnt sich eine 11-kW-Wallbox also wirklich. Bis 11 kW melden Sie die Wallbox nur bei Ihrem Netzbetreiber an, nach § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV).

Welche Wallbox passt zu Ihrem C 300 e?

Fahren Sie den aktuellen C 300 e, holen Sie aus einer 11-kW-Wallbox mit dreiphasigem Anschluss das Meiste heraus. Für den C 300 e von 2019 bis Anfang 2021 klären Sie die passende Wallbox mit Ihrem Elektrofachbetrieb. Beim älteren C 350 e reicht eine einfache Wallbox. An einer 11-kW-Wallbox lädt er ebenso mit seinen 3,7 kW.

Für alle drei Generationen gilt derselbe Hinweis zum MID-Zähler. Das ist ein geeichter Stromzähler in der Wallbox. Er zeigt genau, was das Laden zu Hause kostet, getrennt vom übrigen Haushaltsverbrauch. Für die Dienstwagenabrechnung mit Arbeitgeber oder Leasinggeber zählt genau dieser geeichte Wert. In unserem Sortiment sitzt der MID-Zähler vor allem in 22-kW-Wallboxen. Auf 11 kW gibt es derzeit genau ein Modell, auf 7,4 kW keines.

Welche Modelle das sind, sehen Sie bei unseren Wallboxen mit MID-Zähler. Wissen Sie nicht, welche Generation der C-Klasse Sie fahren? Über Telefon oder WhatsApp helfen wir Ihnen kostenlos weiter.

Wie lange lädt der Mercedes C 300 e?

Die Ladedauer hängt von der Generation ab. Der C 350 e hat eine kleine Batterie von 6,4 kWh und lädt mit 3,7 kW. Er ist damit nach rund 1 Stunde 50 Minuten wieder voll. Der C 300 e von 2019 bis Anfang 2021 speichert rund 11 kWh nutzbar und lädt mit 7,4 kW. Das ergibt etwa 90 Minuten für eine volle Batterie.

Der aktuelle C 300 e hat 19,5 kWh nutzbar und lädt mit 11 kW. Er braucht rund 2 Stunden, inklusive Ladeverluste. Unterwegs lädt nur diese Generation mit Gleichstrom, und nur mit dem optionalen CCS-Anschluss. Dann sind 80 Prozent in etwa 30 Minuten erreicht. Alle drei Generationen haben einen Typ-2-Anschluss, wie die meisten Wallboxen.

Andere Ausführungen und Modelle

Fahren Sie einen anderen Mercedes Plug-in-Hybrid? Dann lesen Sie auch unseren Rat zum Mercedes GLC 4MATIC. Auch dort entscheidet das Baujahr über die passende Ladeleistung.

In Deutschland darf nur ein Elektrofachbetrieb die Wallbox anschließen, der im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen ist. Das ist keine Empfehlung, sondern Vorschrift. Bis 11 kW melden Sie die Wallbox bei Ihrem Netzbetreiber an, darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung. Wir installieren in den Niederlanden, im flämischen Teil Belgiens und in Deutschland. Für Deutschland läuft das über ein kostenloses Angebot, nicht über eine feste Buchung.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkenne ich, welche Generation C 300 e ich fahre?

Schauen Sie auf die Typbezeichnung und das Baujahr. Heißt Ihr Auto C 350 e und stammt aus 2015 bis 2018, fahren Sie die erste Generation mit 3,7 kW. Heißt es C 300 e und stammt aus 2019 bis Anfang 2021, fahren Sie die mittlere Generation mit 7,4 kW. Heißt es C 300 e und stammt aus Mitte 2021 oder später, fahren Sie die aktuelle Generation. Sie lädt mit 11 kW und kann mit dem optionalen CCS-Anschluss schnellladen. Im Zweifel steht die Baureihe in den Fahrzeugpapieren: W205 für die ersten beiden Generationen, W206 für die aktuelle.

Braucht der Mercedes C 300 e eine dreiphasige Wallbox?

Nur der aktuelle C 300 e ab Mitte 2021 nutzt einen dreiphasigen Anschluss voll aus und lädt damit mit 11 kW. Der ältere C 350 e lädt einphasig mit 3,7 kW und braucht keine drei Phasen. Beim C 300 e von 2019 bis Anfang 2021 entscheidet der Anschluss des Bordladegeräts. Je nach Anschluss kann er an einer 11-kW-Wallbox wie auch an einer einphasigen 7,4-kW-Wallbox bei 3,7 kW landen. Anschließen lässt sich eine 11-kW-Wallbox an alle drei Generationen, nur die erreichte Leistung unterscheidet sich.

Warum ist ein MID-Zähler wichtig?

Mit einem MID-geeichten Stromzähler messen Sie Ihren Ladeverbrauch genau. Sie sehen, was das Laden zu Hause wirklich kostet, getrennt vom übrigen Haushaltsstrom. Für die Dienstwagenabrechnung mit Arbeitgeber oder Leasinggeber zählt genau dieser geeichte Wert. Wallboxen mit MID-Zähler finden Sie bei uns vor allem in der 22-kW-Klasse.