Peugeot-e-2008-Wallbox für das 50-kWh-Modell: Welche passt am besten?
Der Peugeot e-2008 mit 50-kWh-Batterie lädt zu Hause über Wechselstrom. Diese Seite behandelt das Modell der Baujahre 2019 bis 2023 mit 136 PS. Wie schnell das Auto lädt, bestimmt sein Bordlader: das Ladegerät im Fahrzeug. Dreiphasig heißt, dass es alle drei Phasen Ihres Hausanschlusses gleichzeitig nutzt, einphasig nur eine.
Welcher Bordlader an Bord ist, hängt beim e-2008 vom Baujahr ab. Bei den frühen Autos von Anfang 2020 war der einphasige 7,4-kW-Lader verbaut; die dreiphasige Version kam erst ab Sommer 2020. Ab Herbst 2022 wurde sie wieder aufpreispflichtig. Prüfen Sie deshalb Ihre Fahrzeugpapiere oder die Leistung im Display. In unserer Übersicht finden Sie alle Wallboxen für Peugeot.
Für den Peugeot e-2008 50 kWh empfehlen wir eine Wallbox aus der Kategorie 11-kW-Wallboxen.
Das gilt für den e-2008 mit dreiphasigem Bordlader. Lädt Ihr Fahrzeug einphasig mit 7,4 kW, dann drosselt eine 11-kW-Wallbox es auf 3,7 kW. Klären Sie diesen Punkt also zuerst.
Ladedaten des Peugeot e-2008 50 kWh
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Batteriekapazität | 50 kWh brutto / 46 kWh nutzbar |
| Max. AC-Ladeleistung (zu Hause) | 11 kW dreiphasig oder 7,4 kW einphasig, je nach Baujahr |
| Reichweite (WLTP) | 330–342 km nach der deutschen Preisliste; frühe Baujahre lagen bei 320 km |
| Ladezeit an einer 11-kW-Wallbox | ca. 5 h 05 min (0–100 %, inklusive Ladeverluste) |
| Ladeanschluss | Typ 2 (AC) und CCS Combo 2 (DC), fahrerseitig hinten |
| DC-Schnellladen | 100 kW über CCS, 80 % in 30 Minuten |
| Leistung | 136 PS (100 kW), 260 Nm |
Welche Wallbox passt zum Peugeot e-2008 50 kWh?
Die maximale Ladeleistung Ihres Autos entscheidet, welche Wallbox passt. Damit hängt alles an einer Frage: Lädt Ihr e-2008 dreiphasig oder einphasig? Beide Varianten sind in Deutschland unterwegs. Die falsche Wallbox kostet Sie in beide Richtungen Geld.
| Ladepunkt | Auto mit 11 kW dreiphasig | Auto mit 7,4 kW einphasig |
|---|---|---|
| Haushaltssteckdose 1,8 kW | ca. 31 h | ca. 31 h |
| 7,4-kW-Wallbox (1 × 32 A) | ca. 15 h (Auto nimmt nur 16 A auf einer Phase = 3,7 kW) | 7 h 30 min |
| 11-kW-Wallbox (3 × 16 A) | ca. 5 h 05 min | 15 h |
Die letzte Zeile zeigt die Falle. Eine 11-kW-Wallbox liefert 3 x 16 A. Ein einphasig ladendes Auto nimmt davon nur eine Phase ab, also 3,7 kW. Deshalb stehen dort 15 Stunden statt 5 h 05 min.
Für das dreiphasige Auto gilt das Umgekehrte. Es zieht an der 11-kW-Wallbox bereits alles, was sein Bordlader hergibt. An einer einphasigen Wallbox fällt es ebenfalls auf 3,7 kW zurück, denn auch sein Lader nutzt pro Phase nur 16 A.
Die Zahlen stammen von Peugeot und vom ADAC. Deutsche Angaben sind die 5 h 05 min sowie die Werte an der Steckdose und an der einphasigen Wallbox. Die 15 Stunden an der 11-kW-Wallbox nennt die niederländische Preisliste, die 7 h 30 min die britische.
Für das dreiphasige Auto ist die 11-kW-Wallbox die richtige Wahl. Für das einphasige Auto bleiben zwei Wege. Eine 7,4-kW-Wallbox lädt es mit voller Geschwindigkeit, verlangt aber eine Symmetrieeinrichtung. Eine 11-kW-Wallbox kommt ohne diese Auflage aus, drosselt das Auto dafür auf 3,7 kW. Rechnen Sie also Ladezeit gegen Installationsaufwand.
Die Auflage steht in der VDE-AR-N 4100: Einphasige Wallboxen über 4,6 kVA brauchen eine Symmetrieeinrichtung. kVA ist die Einheit für die Anschlussleistung, und 7,4 kW liegen deutlich darüber. Diese Einrichtung begrenzt die einseitige Belastung des Netzes.
Ein weiterer Punkt ist der MID-Zähler, also ein geeichter kWh-Zähler in der Wallbox. Damit messen Sie den Strom, den Sie zu Hause laden, getrennt von Ihrem Haushaltsverbrauch. Sie wissen dann genau, was das Laden kostet. Fahren Sie einen Dienstwagen, ist das die saubere Grundlage für die Abrechnung mit Ihrem Arbeitgeber.
Achten Sie dabei auf das Angebot: In unserer Kategorie mit MID-Zähler ist ein eingebauter geeichter Zähler bei 11 kW die Ausnahme. Bei 7,4 kW führen wir derzeit kein Modell damit. Wer den Zähler unbedingt eingebaut haben will, muss dafür meist zu einer stärkeren Wallbox greifen. Beachten Sie dann die Genehmigungspflicht oberhalb von 11 kW. Wallboxen mit App gibt es dagegen in allen Leistungsklassen.
Der e-2008 hat einen Typ-2-Anschluss, wie die meisten Wallboxen für zu Hause. Ein passendes Typ-2-Ladekabel brauchen Sie nur, wenn Sie unterwegs an einer fremden Station laden.
Wallbox Discounter versendet weltweit. Die Installation regeln wir in den Niederlanden, im flämischen Teil Belgiens und in Deutschland, sonst nirgends. Für Deutschland bestellen Sie die Installation nicht einfach mit: Sie fordern zuerst ein kostenloses Angebot an.
Den Anschluss hinter dem Zähler darf in Deutschland nur ein Elektrofachbetrieb ausführen, der im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen ist. Das ist eine Pflicht, keine Empfehlung. Melden Sie die Wallbox außerdem nach §19 NAV bei Ihrem Netzbetreiber an. Bis 11 kW genügt diese Meldung. Darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.
Wie lange lädt der Peugeot e-2008 50 kWh?
Die Ladezeit des Peugeot e-2008 hängt von seiner maximalen Ladeleistung ab. Mit dem dreiphasigen 11-kW-Bordlader nennt Peugeot für Deutschland ca. 5 h 05 min von 0 auf 100 %. Rechnerisch wären 46 kWh geteilt durch 11 kW nur gut vier Stunden. Die Differenz sind Ladeverluste, und die Werksangabe rechnet sie bereits mit ein.
Lädt Ihr e-2008 einphasig mit 7,4 kW, nennt Peugeot 7 h 30 min an einem passenden Anschluss. An einer 11-kW-Wallbox werden daraus 15 Stunden, weil das Auto dort auf 3,7 kW zurückfällt. Ein fast leerer Akku wird dann über Nacht nicht mehr voll. Planen Sie in diesem Fall eine zweite Nacht ein.
Unterwegs geht es deutlich schneller. An einer DC-Schnellladestation zieht der e-2008 bis zu 100 kW über CCS und ist in rund 30 Minuten wieder bei 80 %.
Weitere Ausführungen des Peugeot e-2008
Wallbox Discounter hat auch Ladeinformationen zu den anderen Ausführungen des e-2008:
- Peugeot e-2008 54 kWh (Modelljahr 2023), mit größerem Akku und mehr Reichweite
- Peugeot e-2008 SUV
Häufig gestellte Fragen
Braucht der Peugeot e-2008 50 kWh einen dreiphasigen Anschluss?
Für die vollen 11 kW ja, und nur wenn Ihr Fahrzeug den dreiphasigen Bordlader hat. Hat es den einphasigen Lader mit 7,4 kW, lädt es an einem einphasigen Anschluss bereits mit seinem Maximum. Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox halbiert es dann sogar auf 3,7 kW. Einphasige Wallboxen über 4,6 kVA brauchen allerdings eine Symmetrieeinrichtung nach VDE-AR-N 4100. Sie wählen also zwischen kurzer Ladezeit und geringem Installationsaufwand.
Warum ist ein MID-Zähler beim e-2008 wichtig?
Ein MID-Zähler ist ein geeichter kWh-Zähler in der Wallbox. Er misst den Ladestrom getrennt vom Haushaltsverbrauch, sodass Sie die Kosten pro Ladung genau kennen. Bei einem Dienstwagen ist er die belastbare Grundlage für die Abrechnung. Achten Sie dabei auf die Leistungsklasse. Bei 11 kW ist ein eingebauter geeichter Zähler die Ausnahme, bei 7,4 kW fehlt er ganz.


