Mobile Ladegerät Typ 1

Filter
2 ProdukteSeite 1 von 1

Ein Typ-1-Anschluss, auch SAE J1772 genannt, ist vor allem bei älteren Elektroautos und Plug-in-Hybriden zu finden. Viele dieser Modelle stammen ursprünglich aus den Vereinigten Staaten oder aus Asien. Fährst du ein solches Fahrzeug, kannst du es mit einem mobilen Typ-1-Ladegerät an einer geeigneten Steckdose laden. Achte dabei auf den Netzstecker: Die Schuko-Ausführung ist für europäische Haushaltssteckdosen bestimmt, während die NEMA-Ausführung für den nordamerikanischen Markt vorgesehen ist.

  • Direkt an einer geeigneten Steckdose laden, ohne fest installierte Wallbox
  • Einstellbare Stromstärke von 6 bis 16 A
  • Vor 15:00 Uhr bestellt, noch heute versendet

Welche Autos besitzen einen Typ-1-Anschluss?

Typ 2 wurde in den 2010er-Jahren zum europäischen Standard für das AC-Laden. Fahrzeuge mit einem Typ-1-Anschluss wurden jedoch noch mehrere Jahre verkauft und sind weiterhin auf den Straßen unterwegs. Einen Typ-1-Anschluss erkennst du an fünf Kontakten, während ein Typ-2-Anschluss sieben Kontakte besitzt.

  • Mitsubishi Outlander PHEV der ersten Generation
  • Nissan Leaf der ersten Generation, Baujahre 2011 bis 2017
  • Opel Ampera und Chevrolet Volt
  • Citroën C-Zero und Peugeot iOn
  • Ford Focus Electric

Typ 1 lädt ausschließlich einphasig

Ein Typ-1-Anschluss unterstützt ausschließlich einphasiges AC-Laden. Das Fahrzeug lädt damit niemals dreiphasig, auch wenn dein Hausanschluss über drei Phasen verfügt. Wie viel Leistung das Fahrzeug aufnehmen kann, unterscheidet sich je nach Modell und Onboard-Charger. Ein Mitsubishi Outlander PHEV lädt beispielsweise meist mit etwa 3,7 kW. Besitzt dein Nissan Leaf oder Ford Focus Electric einen Onboard-Charger mit 6,6 kW, kannst du diese höhere Leistung nur über einen passenden einphasigen Ladepunkt mit bis zu 32 A nutzen. Mit einem mobilen Schuko-Ladegerät bleibt die Leistung in der Regel auf maximal 3,7 kW begrenzt.

Möchtest du regelmäßig mit mehr als 3,7 kW laden, ist eine fest installierte Wallbox für zu Hause die sinnvollere Lösung. Prüfe dabei, ob die Wallbox, der Stromkreis und dein Fahrzeug einphasiges Laden mit 32 A unterstützen.

Achte auf die Steckdose und den Stromkreis

Diese mobilen Ladegeräte können je nach Modell auf bis zu 16 A eingestellt werden, was einer Ladeleistung von ungefähr 3,7 kW entspricht. Eine beliebige Haushaltssteckdose ist jedoch nicht automatisch für eine stundenlange Dauerbelastung mit 16 A geeignet. Die Steckdose muss geerdet sein und sich technisch in einem einwandfreien Zustand befinden. Auch die Leitungen, Kontakte und Schutzvorrichtungen müssen für die Belastung geeignet sein.

Stelle die Stromstärke auf 10 A ein, wenn du dir über die Steckdose oder die dahinterliegende Verkabelung nicht sicher bist. Verwende für das regelmäßige Laden vorzugsweise eine separate, korrekt abgesicherte und fachgerecht geprüfte Stromleitung. Andere leistungsstarke Geräte sollten während des Ladevorgangs nicht über denselben Stromkreis betrieben werden.

Eine alte, beschädigte oder locker angeschlossene Steckdose kann sich bei einer lang anhaltenden Belastung stark erwärmen. Das erhöht das Risiko von Schäden und Bränden. Lass den Anschluss deshalb von einem qualifizierten Elektriker prüfen, wenn du das Fahrzeug regelmäßig über Schuko laden möchtest.

Häufig gestellte Fragen zu mobilen Typ-1-Ladegeräten

Kann ich mein Auto mit Typ-1-Anschluss an einer öffentlichen Ladestation laden?

Ja. An einer öffentlichen AC-Ladestation mit Typ-2-Steckdose benötigst du ein Ladekabel mit Typ-2-Stecker auf der Infrastrukturseite und Typ-1-Stecker auf der Fahrzeugseite. Die Ladestation bleibt dabei Typ 2 und dein Fahrzeug Typ 1. Da Typ 1 nur einphasiges Laden unterstützt, bestimmt der Onboard-Charger deines Fahrzeugs die maximale Ladeleistung.

Gilt eine ISO-15118-Anforderung auch für dieses mobile Ladegerät?

Ein mobiles Ladegerät mit einem integrierten Steuer- und Schutzgerät in der Leitung arbeitet normalerweise im Lademodus 2. Diese sogenannten IC-CPD-Ladegeräte fallen insbesondere unter IEC 62752. Fest installierte AC-Wallboxen arbeiten dagegen normalerweise im Lademodus 3, während DC-Schnellladestationen den Lademodus 4 verwenden.

Vorgaben zu ISO 15118, die für bestimmte fest installierte oder öffentlich zugängliche Ladepunkte gelten, lassen sich deshalb nicht automatisch auf ein mobiles Mode-2-Ladegerät übertragen. Außerdem unterstützt ein Fahrzeug mit Typ-1-Anschluss in der Regel nicht die modernen Plug-&-Charge-Funktionen, die über ISO 15118 umgesetzt werden.

Was ist der Unterschied zu einem gewöhnlichen Typ-1-Ladekabel?

Ein mobiles Typ-1-Ladegerät besitzt eine Steuer- und Schutzeinheit im Kabel. Diese Einheit kommuniziert mit dem Fahrzeug, gibt den zulässigen Ladestrom vor und überwacht den Ladevorgang. Dadurch kann das Ladegerät an eine geeignete Haushaltssteckdose angeschlossen werden.

Ein gewöhnliches Typ-1-Ladekabel besitzt keine solche mobile Steuerbox. Es wird zwischen dem Fahrzeug und einer fest installierten oder öffentlichen Ladestation verwendet. Die Wallbox beziehungsweise Ladestation übernimmt dabei die Steuerung und Absicherung des Ladevorgangs.

Wie lange dauert das Laden an einer Haushaltssteckdose?

Die Ladedauer reicht von wenigen Stunden bis zu einer ganzen Nacht oder länger. Sie hängt von der nutzbaren Batteriekapazität, dem Ladestand, der eingestellten Stromstärke und der maximalen AC-Ladeleistung des Fahrzeugs ab. Bei einem Plug-in-Hybrid mit einer kleinen Batterie reicht häufig ein Abend oder eine Nacht aus.

Bei 10 A lädt das Fahrzeug mit ungefähr 2,3 kW. Bei 16 A sind theoretisch bis zu 3,7 kW möglich, sofern Steckdose, Verkabelung und Stromkreis für diese Dauerbelastung geeignet sind.

Kann ich die NEMA-Ausführung in Deutschland verwenden?

Die NEMA-Ausführung ist für nordamerikanische Steckdosen und elektrische Installationen vorgesehen. Verwende sie in Deutschland nicht mit einem einfachen Reiseadapter. Für deutsche und andere europäische Haushaltssteckdosen benötigst du die Schuko-Ausführung. Prüfe vor dem Kauf immer auch die unterstützte Netzspannung des Ladegeräts.

Darf ich ein Verlängerungskabel verwenden?

Verwende kein gewöhnliches Haushaltsverlängerungskabel und keine Kabeltrommel zwischen Steckdose und mobilem Ladegerät. Zusätzliche Steckverbindungen erhöhen den elektrischen Widerstand und damit das Risiko von Erwärmung, Spannungsabfall und Schäden. Wähle stattdessen direkt ein mobiles Ladegerät mit einer für deine Situation ausreichenden Kabellänge.

Du weißt nicht sicher, welchen Ladeanschluss dein Fahrzeug besitzt? Bitte uns unter +49 32 221854502 oder über WhatsApp um eine persönliche Beratung.