Ford Focus Electric: welche Wallbox passt am besten?
Der Ford Focus Electric lädt zu Hause mit maximal 6,6 kW, und das einphasig. Das entscheidet, welche Wallbox zu ihm passt. Mehr Leistung macht diesen Ford nicht schneller voll, denn das Auto selbst setzt die Grenze. Für die übrigen Modelle der Marke haben wir eine eigene Übersicht der Ford Wallboxen.
Für den Ford Focus Electric empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 7,4-kW-Wallboxen.
Ladespezifikationen des Ford Focus Electric
Der Focus Electric wurde zwischen 2013 und 2018 gebaut. Die frühe Version hat einen Akku von rund 23 kWh. Die späteren Modelljahre 2017 und 2018 bekamen 33,5 kWh. Beide laden zu Hause gleich: über Wechselstrom, auf einer Phase, mit höchstens 6,6 kW.
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Batteriekapazität | ca. 23 kWh (frühe Version) bis 33,5 kWh (2017 und 2018) |
| Max. AC-Ladeleistung (zu Hause) | 6,6 kW (einphasig) |
| Reichweite (EPA, US-Zyklus) | ca. 122 km (frühe Version) bis ca. 185 km (2017 und 2018) |
| Ladezeit an einer Wallbox | ca. 3,5 Stunden (23 kWh) bis ca. 5,5 Stunden (33,5 kWh, inklusive Ladeverluste) |
| Ladeanschluss | Typ 1 (Yazaki) bei der frühen Version; bei 2017 und 2018 kam CCS hinzu. Anschluss am Fahrzeug prüfen. |
| DC-Schnellladen | nicht bei der frühen Version verfügbar; spätere 33,5-kWh-Versionen bis ca. 50 kW |
Welche Wallbox passt zum Ford Focus Electric?
Weil der Focus Electric bei 6,6 kW abriegelt, brauchen Sie keine große Ladeleistung. In Deutschland haben Sie zwei sinnvolle Optionen, und beide haben eine Folge. Eine 7,4-kW-Wallbox liefert 32 A auf einer Phase und damit die volle Leistung des Autos. Sie liegt aber über 4,6 kVA, also über der Grenze, ab der eine Phase deutlich stärker belastet wird als die anderen. Dafür schreibt die VDE-AR-N 4100 eine Symmetrieeinrichtung vor. Dieses Bauteil begrenzt die einseitige Belastung Ihres Netzanschlusses, die sogenannte Schieflast.
Die zweite Option ist eine dreiphasige 11-kW-Wallbox. Sie erzeugt keine Schieflast, liefert diesem Ford aber nur 3,7 kW. Der Grund: Sie gibt 3 x 16 A ab, und das Auto nutzt davon nur eine Phase. Das halbiert die Ladeleistung, und Sie brauchen dafür einen Dreiphasenanschluss im Haus. Wer später ein Auto mit schnellerem AC-Laden fahren möchte, ist damit trotzdem gut bedient.
Einen geeichten kWh-Zähler nach MID, kurz MID-Zähler, gibt es bei 7,4 kW in unserem Sortiment nicht. Diese Modelle beginnen bei 11 kW, zu finden in unserer Kategorie Wallbox mit MID-Zähler. Bei 7,4 kW bekommen Sie dafür Lastmanagement, eine eigene App und das Laden mit Solarüberschuss. Lastmanagement, auch load balancing genannt, senkt die Ladeleistung, wenn Waschmaschine, Spülmaschine und Backofen gleichzeitig laufen.
Anschließen darf die Wallbox in Deutschland nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb. Er muss im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers stehen, das ist hier Pflicht. Melden Sie die Wallbox vorher beim Netzbetreiber an, so verlangt es § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung, kurz NAV. Bis 11 kW genügt diese Meldung, darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.
Die Installation regeln wir in den Niederlanden, in Flämisch-Belgien und in Deutschland. In Deutschland läuft sie über ein kostenloses Angebot und ist nicht direkt mitbestellbar. Wir versenden nahezu weltweit, installieren aber nur in diesen drei Ländern.
Wie lange lädt der Ford Focus Electric?
Die Ladezeit hängt von Ihrer Ausführung ab. Die frühe Version mit rund 23 kWh ist an einer 7,4-kW-Wallbox in etwa 3,5 Stunden voll. Die spätere Version mit 33,5 kWh braucht rund 5,5 Stunden, inklusive Ladeverluste. Hängen Sie das Auto abends an, ist es am nächsten Morgen in beiden Fällen voll. An einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox dauert es deutlich länger, weil der Ford dort nur 3,7 kW aufnimmt.
Welchen Anschluss hat der Ford Focus Electric?
Hier unterscheiden sich die Modelljahre, prüfen Sie also Ihre eigene Ladebuchse. Die frühe Version hat einen Typ-1-Anschluss, den Sie vor allem bei älteren Elektroautos finden. Für sie brauchen Sie ein Ladekabel von Typ 1 auf Typ 2. Die meisten Wallboxen in unserem Sortiment haben nämlich eine Typ-2-Buchse. Bei den Modelljahren 2017 und 2018 kam mit dem DC-Schnellladen eine CCS-Ladebuchse dazu. CCS steht für Combined Charging System und ist in Europa auf eine Typ-2-Buchse aufgebaut. Schauen Sie deshalb vor dem Kabelkauf nach, welchen Anschluss Ihr Auto hat.
Häufig gestellte Fragen
Braucht der Ford Focus Electric einen Dreiphasenanschluss?
Nein. Der Focus Electric lädt einphasig mit höchstens 6,6 kW. Die von uns empfohlene 7,4-kW-Wallbox ist ebenfalls einphasig, ein Dreiphasenanschluss ist also nicht nötig. Wählen Sie eine dreiphasige 11-kW-Wallbox, brauchen Sie diesen Anschluss im Haus, und der Ford lädt langsamer.
Warum ist ein geeichter kWh-Zähler wichtig?
Ein MID-Zähler misst geeicht, wie viel Strom Sie zu Hause geladen haben. Fahren Sie einen Dienstwagen, rechnen Sie damit sauber mit Arbeitgeber oder Leasinggeber ab. In unserem Sortiment beginnen diese Wallboxen bei 11 kW, bei 7,4 kW gibt es sie nicht. Sie wählen also zwischen der vollen Ladeleistung und dem geeichten Zähler.
Kann der Ford Focus Electric schnellladen?
Das hängt von der Ausführung ab. Die frühe Version unterstützt kein DC-Schnellladen. Die spätere Version mit 33,5 kWh lädt über CCS mit bis zu rund 50 kW. Im Alltag bleibt das Laden mit Wechselstrom an einer Wallbox für zu Hause der Standard.


