Kia-e-Soul-39-kWh-Wallbox: Welche passt am besten?

Der Kia e-Soul 39 kWh lädt zu Hause über eine einzige Phase. Dabei nimmt er höchstens 7,2 kW auf. Daraus folgt eine echte Abwägung. Eine 7,4-kW-Wallbox holt die vollen 7,2 kW heraus, verlangt in Deutschland aber eine Symmetrieeinrichtung, ein kleines Bauteil im Verteiler. Eine 11-kW-Wallbox liefert 3 x 16 A, sodass Ihr e-Soul auf 3,7 kW sinkt. Beide Wege erklären wir weiter unten. Möchten Sie zuerst die anderen Modelle vergleichen? In unserer Übersicht finden Sie Wallbox-Empfehlungen für jedes Kia Modell.

Für den Kia e-Soul 39 kWh empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 7,4-kW-Wallboxen. Sie lädt mit den vollen 7,2 kW und liegt damit über 4,6 kVA, braucht also eine Symmetrieeinrichtung. Wer die vermeiden möchte, wählt eine 11-kW-Wallbox und nimmt die halbe Ladeleistung in Kauf.

Ladespezifikationen des Kia e-Soul 39 kWh

SpezifikationWert
Nutzbare Akkukapazität39,2 kWh
Max. AC-Ladeleistung (zu Hause)7,2 kW (einphasig, serienmäßig)
Reichweite (WLTP)276 km
Ladezeit an einer 7,4-kW-Wallboxca. 6,5 Stunden (inklusive Ladeverluste)
LadeanschlussTyp 2 (Mennekes)
DC-Schnellladen50 kW

Warum das einphasige Laden Ihre Wallbox-Wahl bestimmt

Der e-Soul 39 kWh hat ein Bordladegerät, das nur eine Phase nutzt. An einer 11-kW-Wallbox nimmt das Auto davon nur 3,7 kW auf. Diese Wallbox liefert drei Phasen mit je 16 A. Eine 22-kW-Wallbox liefert 32 A pro Phase, dort erreicht der e-Soul also seine vollen 7,2 kW. Sie bezahlen dann zwei Phasen, die dieses Auto nie nutzt. An einem einphasigen 32-A-Anschluss holt eine 7,4-kW-Wallbox die volle Leistung heraus.

In Deutschland kommen zwei Regeln dazu. Eine einphasige Wallbox über 4,6 kVA verlangt nach VDE-AR-N 4100 eine Symmetrieeinrichtung. Dieses Bauteil begrenzt die Schieflast, also die ungleiche Belastung der drei Phasen im Netz. Der e-Soul liegt mit 7,2 kW darüber. Melden Sie Ihre Wallbox außerdem vor der Installation bei Ihrem Netzbetreiber an. Bis 11 kW genügt die Meldung. Darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.

Haben Sie bereits einen Drehstromanschluss? Für ein künftiges Auto mit dreiphasigem Laden lohnt sich eine dreiphasige Wallbox. Für diesen e-Soul gibt es eine Ausnahme. Ab Modelljahr 2021 bot Kia ein optionales dreiphasiges 10,5-kW-Bordladegerät an. Damit dauert eine volle Ladung rund 4,5 statt 6,5 Stunden. Mit dieser Option passt eine 11-kW-Wallbox gut. Prüfen Sie Ihre Fahrzeugpapiere. Serienmäßig ist das einphasige Ladegerät verbaut.

Wichtiger ist, dass im Haus genug Strom übrig bleibt. Eine Wallbox mit dynamischem Lastmanagement passt die Ladeleistung automatisch an. So löst die Sicherung nicht aus, wenn Waschmaschine, Backofen und Spülmaschine gleichzeitig laufen.

Welche Wallbox passt zum Kia e-Soul 39 kWh?

Weil der e-Soul 39 kWh mit 7,2 kW lädt, kommt eine einphasige 7,4-kW-Wallbox infrage. Zwei Ausstattungen lohnen bei dieser Leistung einen Blick.

Die erste ist das Überschussladen. Eine solche Wallbox lädt bevorzugt mit dem Strom Ihrer eigenen Anlage, und unsere Wallboxen zum Überschussladen gibt es auch mit 7,4 kW. Die zweite ist die App-Steuerung. Damit legen Sie Ladezeiten fest und verfolgen den Ladevorgang am Handy. Mehrere Wallboxen mit App stehen mit 7,4 kW zur Wahl.

Eine Ausstattung fehlt bei 7,4 kW: der MID-Zähler. Das ist ein geeichter kWh-Zähler, der Ihre Ladung getrennt vom Haushaltsstrom erfasst. Genau den brauchen Sie, wenn Sie Ihren Dienstwagen zu Hause laden und abrechnen. Unsere Wallboxen mit MID-Zähler beginnen bei 11 kW. Achten Sie dort auf die Ladeleistung. Ein Modell mit 11 kW halbiert dieses Auto auf 3,7 kW, ein Modell mit 22 kW gibt ihm weiterhin die vollen 7,2 kW.

Der Kia e-Soul 39 kWh nutzt einen Typ-2-Anschluss. Bei einer Wallbox mit Steckdose brauchen Sie ein separates Typ-2-Ladekabel, bei einer Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel nicht.

In unseren Wallboxen für zu Hause finden Sie alle Modelle, die zu einem Hausanschluss passen. Den Anschluss hinter dem Zähler darf in Deutschland nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb ausführen. Wallbox Discounter installiert in den Niederlanden, in Flämisch-Belgien und in Deutschland. Für Deutschland läuft das über ein kostenloses Angebot unseres Installationspartners.

Wie lange lädt der Kia e-Soul 39 kWh?

Die Rechnung ist einfach: Sie teilen die nutzbaren 39,2 kWh durch die Ladeleistung. An einer 7,4-kW-Wallbox nimmt der e-Soul 7,2 kW auf. Rechnerisch sind das rund 5,5 Stunden. In der Praxis rechnen Sie mit etwa 6,5 Stunden. Die Ladeverluste kommen nämlich dazu. Das passt bequem in eine Nacht. An einer 11-kW-Wallbox lädt der e-Soul mit 3,7 kW. Dieselbe Ladung dauert dann rund 12,5 Stunden, also etwa doppelt so lange. Unterwegs lädt der e-Soul 39 kWh mit bis zu 50 kW DC.

Andere Ausführungen des Kia e-Soul

Wallbox Discounter hat auch eine Ladeempfehlung für die andere Ausführung des Kia e-Soul:

Häufig gestellte Fragen

Braucht der Kia e-Soul 39 kWh eine dreiphasige Wallbox?

Nein. Der e-Soul 39 kWh lädt einphasig mit höchstens 7,2 kW. Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox lädt ihn nicht schneller, sondern langsamer. Sie liefert 3 x 16 A, also 3,7 kW an einer Phase. Eine einphasige 7,4-kW-Wallbox holt die volle Leistung heraus und braucht dafür eine Symmetrieeinrichtung. Nur das optionale dreiphasige Bordladegerät ab Modelljahr 2021 ändert diese Rechnung.

Bekomme ich für den e-Soul 39 kWh eine Wallbox mit MID-Zähler?

Mit 7,4 kW nicht. Ein MID-geeichter kWh-Zähler erfasst genau, wie viel Strom zu Hause in Ihr Auto fließt. Wer seinen Dienstwagen zu Hause lädt, braucht diese geeichte Messung für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber oder der Leasinggesellschaft. In unserem Sortiment beginnt dieser Zähler bei 11 kW. Ein Modell mit 22 kW lädt diesen e-Soul weiterhin mit den vollen 7,2 kW und ist damit der passende Weg.

Wie weit kommt der Kia e-Soul 39 kWh mit einer vollen Akkuladung?

Der e-Soul 39 kWh schafft nach WLTP rund 276 km mit einer vollen Akkuladung. Die reale Reichweite hängt von Tempo, Temperatur und Fahrstil ab.