Volkswagen e-Golf (2014-2016) Wallbox: welche passt am besten?

Der frühe Volkswagen e-Golf lädt zu Hause mit höchstens 3,7 kW über einen einphasigen Anschluss. Diese Grenze steckt im Auto, nicht in der Wallbox. Eine 11 kW oder 22 kW Wallbox lädt diesen e-Golf keine Minute schneller, das Auto begrenzt selbst. Warum wir in Deutschland trotzdem zur dreiphasigen 11 kW Wallbox raten, lesen Sie weiter unten.

Unsere Übersicht Volkswagen Wallbox behandelt jedes Modell, auch den späteren e-Golf mit dem größeren Akku.

Für den Volkswagen e-Golf (2014-2016) empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 11 kW Wallboxen.

Ladedaten des Volkswagen e-Golf (2014-2016)

AngabeWert
Akkukapazität24,2 kWh brutto, 20,5 kWh nutzbar
Max. AC-Ladeleistung (zu Hause)3,7 kW (einphasig)
Reichweite (Praxiswert)ca. 125 km
Ladezeit an einer Wallbox (vom Auto auf 3,7 kW begrenzt)ca. 6 Stunden 45 Minuten (0 bis 100%, inklusive Ladeverluste)
AC-LadeanschlussTyp 2
Schnellladen DCCCS, bis ca. 44 kW

 

Welche Wallbox passt zum Volkswagen e-Golf?

Dieser e-Golf nimmt nur 3,7 kW an. Trotzdem raten wir in Deutschland zur dreiphasigen 11 kW Wallbox. Dreiphasig heißt: Der Strom erreicht die Wallbox über drei Außenleiter statt über einen. Das hat einen konkreten Grund.

Eine einphasige Wallbox über 4,6 kVA verlangt nach VDE-AR-N 4100 eine Symmetrieeinrichtung. Das ist ein Zusatzgerät, das die ungleiche Belastung der Außenleiter ausgleicht. kVA ist eine Leistungsangabe, bei einer Wallbox praktisch dasselbe wie kW. Eine einphasige 7,4 kW Wallbox liegt über dieser Grenze. Dann verlangt Ihr Netzbetreiber die Zusatztechnik, und das macht die Installation aufwendiger und teurer.

Eine dreiphasige 11 kW Wallbox bleibt in beiderlei Hinsicht darunter. Sie ist kein einphasiges Gerät, und sie verteilt ihre Leistung gleichmäßig auf drei Außenleiter. Ihr e-Golf zieht davon 3,7 kW von einer Phase, die Schieflast bleibt also klein. Schieflast ist der Unterschied zwischen den drei Außenleitern.

Tempo kostet Sie dieser Weg nicht. Ihr e-Golf lädt an der dreiphasigen Wallbox genauso schnell wie an einer einphasigen, denn das Tempo bestimmt der Bordlader im Auto. Der Bordlader ist das Ladegerät hinter der Ladebuchse. Ein zweiter Vorteil: Fahren Sie später einen schnelleren Stromer, lädt die 11 kW Wallbox ihn sofort mit voller Leistung.

Ein eingebauter MID-Zähler gehört für uns dazu, nicht als Extra. Das ist ein geeichter kWh-Zähler. Er erfasst jede Ladung auf die Kilowattstunde genau. Sie sehen damit, was Ihr Strom für das Auto tatsächlich kostet, und trennen ihn sauber vom Haushaltsstrom. Wer den Wagen dienstlich fährt, rechnet mit denselben Werten bei Arbeitgeber oder Leasinggesellschaft ab. Wallboxen mit MID-Zähler haben wir in einer eigenen Kategorie gebündelt.

Interessant ist bei einem langsam ladenden Auto auch das Lastmanagement. Lastmanagement heißt: Die Wallbox misst laufend, wie viel Strom im Haus noch frei ist. Läuft gerade viel, regelt sie ihre Leistung herunter. So löst Ihre Sicherung nicht aus. Unsere Wallboxen mit dynamischem Lastmanagement machen das automatisch. Unsere Wallboxen mit App starten die Ladung außerdem selbst, sobald der Strompreis fällt.

Der e-Golf hat eine Typ 2 Buchse, wie nahezu jede moderne Wallbox. Ein separates Typ 2 Ladekabel brauchen Sie nur für eine Wallbox mit Steckdose oder für öffentliche Ladepunkte.

Vor der Installation melden Sie die Wallbox bei Ihrem Netzbetreiber an. Das schreibt § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) vor. Bis 11 kW genügt diese Anmeldung, darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers. Anschließen darf nur ein Elektrofachbetrieb, der im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen ist.

Die Installation regeln wir in den Niederlanden, in Flämisch-Belgien und in Deutschland. Hierzulande läuft das über ein kostenloses Angebot unseres Installationspartners. Wissen Sie noch nicht, wo Sie anfangen sollen? Unsere Kategorie Wallbox für zu Hause bündelt die Modelle, die für den Hausgebrauch gedacht sind.

Wie lange lädt der Volkswagen e-Golf (2014-2016)?

An einer Wallbox lädt der e-Golf mit seinen 3,7 kW. Der nutzbare Akku von 20,5 kWh ist damit in rund 6 Stunden 45 Minuten voll. Die reine Rechnung 20,5 geteilt durch 3,7 ergibt 5,5 Stunden, die Ladeverluste erklären den Rest. Stecken Sie das Auto abends an, steht es morgens bereit.

An einer Haushaltssteckdose mit 2,3 kW dauert es rund 10 Stunden. Eine feste Wallbox spart Ihnen also spürbar Zeit. Unterwegs laden Sie über CCS nach, den Schnellladeanschluss für Gleichstrom, mit bis zu etwa 44 kW.

Andere Varianten des Volkswagen e-Golf

Wallbox Discounter hat auch für den späteren e-Golf eine Ladeberatung:

Häufig gestellte Fragen

Braucht der Volkswagen e-Golf (2014-2016) einen dreiphasigen Anschluss?

Zum Laden nicht: Das Auto nimmt ohnehin nur 3,7 kW von einer Phase. In Deutschland ist der dreiphasige Anschluss trotzdem der einfachere Weg durch die Vorschriften. Eine einphasige Wallbox über 4,6 kVA braucht eine Symmetrieeinrichtung, eine dreiphasige 11 kW Wallbox nicht. Ihr e-Golf lädt in beiden Fällen mit 3,7 kW.

Warum ist ein MID-Zähler wichtig?

Ein geeichter kWh-Zähler erfasst Ihre Ladungen auf die Kilowattstunde genau. Sie sehen damit, was eine Ladung zu Hause wirklich kostet. Denselben Wert erkennen Arbeitgeber und Leasinggesellschaften als Nachweis an. Gerade weil der Akku klein ist, laden Sie oft, und genau dann summiert sich der Verbrauch.