Kia-Niro-EV-Wallbox: Welche passt am besten?
Der Kia Niro EV aus dem Jahr 2022 lädt zu Hause dreiphasig mit 11 kW, also über alle drei Phasen Ihres Hausanschlusses. Das ist ein Vorteil. Viele Konkurrenten in diesem Segment bleiben bei 7,4 kW stehen, während der Niro EV die volle Leistung einer 11-kW-Wallbox nutzt. Achten Sie auf den Unterschied zum älteren e-Niro, der eine eigene Seite hat. Sehen Sie sich auch unsere Übersicht aller Wallboxen für Kia an.
Für den Kia Niro EV empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 11-kW-Wallboxen.
Eine 22-kW-Wallbox lädt dieses Auto nicht schneller, denn das Bordladegerät begrenzt bei 11 kW. Langsamer lädt sie aber auch nicht. Für eine 22-kW-Wallbox brauchen Sie allerdings einen dreiphasigen 32-A-Anschluss und zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.
Ladespezifikationen des Kia Niro EV
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Akkukapazität | 64,8 kWh |
| Max. AC-Ladeleistung (zu Hause) | 11 kW (dreiphasig, 400 V / 3 × 16 A) |
| Reichweite (WLTP) | 460 km |
| Ladezeit mit 11 kW | rund 7 Stunden (inklusive Ladeverluste) |
| Ladeanschluss | Typ 2 (Mennekes) |
| DC-Schnellladen | 80 kW über CCS Combo 2, 10–80 % in rund 45 Minuten |
Welche Wallbox passt zum Kia Niro EV?
Der Niro EV nimmt serienmäßig 11 kW über drei Phasen auf. Sein Bordladegerät ist dreiphasig, ohne Aufpreis. Eine 11-kW-Wallbox ist deshalb die logische Wahl. Damit laden Sie das Auto über Nacht komplett voll, ganz ohne Planung.
Ein Punkt verdient Aufmerksamkeit: der MID-Zähler. Das ist ein geeichter Stromzähler in der Wallbox, dessen Messwerte amtlich anerkannt sind. Bei 11 kW führen wir genau eine Wallbox mit diesem Zähler, bei 7,4 kW keine einzige. Die Auswahl ist dort also schmal. Fast unser ganzes Sortiment an Wallboxen mit MID-Zähler sitzt bei 22 kW.
Das kostet Ihren Niro EV nichts, denn er behält an einer 22-kW-Wallbox seine vollen 11 kW. Dafür brauchen Sie einen dreiphasigen 32-A-Anschluss. Eine solche Wallbox liegt außerdem über 12 kVA Summenleistung. kVA ist die Scheinleistung Ihres Anschlusses, in der Praxis fast gleich mit kW. Oberhalb dieser Grenze brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.
Wofür brauchen Sie den geeichten Zähler? Wer seinen Dienstwagen zu Hause lädt, rechnet den Strom mit dem Arbeitgeber oder dem Leasinggeber ab. Für diese Abrechnung des Ladestroms ist ein geeichter Zähler die Grundlage. Auch privat ist er nützlich. Sie messen den zu Hause geladenen Strom getrennt von Ihrem Haushaltsverbrauch und wissen so, was das Laden kostet.
Sehen Sie sich alle 11-kW-Wallboxen in unserem Sortiment an. Jede davon ist eine Wallbox mit App: Sie starten den Ladevorgang per Telefon und lesen den Verbrauch ab.
Den Anschluss hinter dem Zähler darf in Deutschland nur ein Elektrofachbetrieb ausführen. Dieser Betrieb muss im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen sein. Melden Sie die Wallbox nach §19 NAV vor der Installation bei Ihrem Netzbetreiber an. Bis 11 kW genügt diese Anmeldung, darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers. Wir bieten Installation in den Niederlanden, in Flämisch-Belgien und in Deutschland an. Für Deutschland läuft das über ein kostenloses Angebot unseres Installationspartners.
Wie lange lädt der Kia Niro EV?
Mit einer 11-kW-Wallbox ist der Akku von 64,8 kWh in rund 7 Stunden wieder voll. Die Ladeverluste sind dabei schon eingerechnet. Stecken Sie das Auto gegen 23 Uhr an, fahren Sie morgens mit vollem Akku los. An einer einphasigen 32-A-Wallbox mit 7,2 kW dauert dieselbe Ladung rund 10,5 Stunden.
Unterwegs laden Sie an einem CCS-Schnelllader nach, dem Gleichstromanschluss an der öffentlichen Ladesäule. Dort lädt der Niro EV mit bis zu 80 kW. Von 10 auf 80 Prozent dauert das rund 45 Minuten, also etwa eine Kaffeepause.
Andere Kia Niro Ausführungen
Wallbox Discounter hat auch Wallbox-Informationen zu den anderen Ausführungen der Kia Niro Reihe. Achtung: Das sind andere Modelle als der Niro EV aus dem Jahr 2022.
- Kia e-Niro 64 kWh: die Vorgängergeneration, serienmäßig einphasig mit 7,2 kW
- Kia e-Niro 39 kWh: kleinerer Akku
- Kia Niro PHEV: Plug-in-Hybrid
Häufig gestellte Fragen
Braucht der Kia Niro EV einen dreiphasigen Anschluss?
Für die vollen 11 kW brauchen Sie einen dreiphasigen Anschluss. Der Niro EV lädt auch einphasig. An einem 32-A-Anschluss sind das 7,2 kW, an einem 16-A-Anschluss nur 3,7 kW. Dreiphasig laden Sie mit den vollen 11 kW. Eine 11-kW-Wallbox arbeitet in beiden Fällen. Rüsten Sie Ihren Hausanschluss später auf drei Phasen auf, nutzt das Auto sofort die volle Leistung. Eine neue Wallbox brauchen Sie dafür nicht.
Brauche ich eine Wallbox mit MID-Zähler?
Das hängt davon ab, ob Sie den Ladestrom abrechnen. Fahren Sie einen Dienstwagen und laden zu Hause, ist der geeichte Zähler die Grundlage für die Abrechnung. Auch privat zeigt er Ihnen, was das Laden zu Hause kostet. Bei 11 kW ist die Auswahl mit MID-Zähler schmal. Bei 22-kW-Wallboxen ist sie groß, und Ihr Niro EV lädt dort weiterhin mit 11 kW. Voraussetzung sind ein dreiphasiger 32-A-Anschluss und eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers.


