Mercedes GLC 4MATIC Plug-in-Hybrid-Wallbox: Welche passt am besten?

Den Mercedes GLC 4MATIC als Plug-in-Hybrid gibt es in drei Generationen. Jede davon lädt zu Hause anders. Der GLC 350 e von 2016 bis 2018 lädt einphasig mit maximal 3,6 kW. Der GLC 300 e von 2019 bis 2022 schafft 7,4 kW. Der aktuelle GLC 300 e ab Ende 2022 lädt dreiphasig mit 11 kW. Welche Wallbox zu Ihnen passt, hängt also vom Baujahr ab. Alle Modelle im Überblick finden Sie bei den Mercedes Wallboxen von Wallbox Discounter.

Für den Mercedes GLC 4MATIC empfehlen wir eine Wallbox aus unserem Sortiment an 11-kW-Wallboxen.

Für den GLC 300 e von 2019 bis 2022 hängt die Wahl davon ab, was Ihnen wichtiger ist. An einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox lädt er in jedem Fall. Er kann dort aber auf 3,7 kW zurückfallen. Eine einphasige 7,4-kW-Wallbox nutzt seine Leistung eher aus. Sie liegt dann allerdings über 4,6 kVA. Dafür verlangt die Norm VDE-AR-N 4100 eine Symmetrieeinrichtung. Besprechen Sie beide Wege mit Ihrem Elektrofachbetrieb. Wollen Sie Ihren Ladestrom getrennt erfassen? Dann achten Sie auf einen MID-Zähler, also einen geeichten kWh-Zähler in der Wallbox. Wallboxen mit MID-Zähler finden Sie vor allem in der 22-kW-Klasse.

Drei Generationen, drei Ladeprofile

Die Unterschiede zwischen den Generationen sind groß. Der aktuelle GLC hat die deutlich größere Batterie und lädt zu Hause rund dreimal so schnell wie der erste Plug-in-Hybrid. Vergleichen Sie die drei Ausführungen, bevor Sie eine Wallbox aussuchen.

GenerationBaujahreBatterie (brutto)Max. AC-LadeleistungDC-SchnellladenReichweite
GLC 350 e 4MATIC (X253)06/2016–08/2018ca. 8,7 kWh3,6 kW (einphasig, 1 × 16 A)nicht verfügbarca. 34 km (NEFZ)
GLC 300 e 4MATIC (X253 Facelift)11/2019–07/202213,5 kWh7,4 kW (volle Leistung nur bei entsprechender Absicherung bis 3 × 32 A)nicht verfügbar39–43 km (WLTP)
GLC 300 e 4MATIC (X254)ab Ende 202231,2 kWh11 kW (dreiphasig, 3 × 16 A)ca. 60 kW (optional)über 100 km (WLTP)

Die 34 km der ersten Generation stammen aus dem alten NEFZ-Zyklus. Der ist optimistischer als der heutige WLTP. Die Werte lassen sich also nicht direkt vergleichen.

Fahren Sie einen GLC 350 e (2016 bis 2018)? Dann genügt eine einfache Wallbox

Das Bordladegerät dieser Generation zieht 16 A auf einer einzigen Phase. Mehr als 3,6 kW kommen dabei nie heraus. Das gilt an jeder Wallbox, auch an einer mit 22 kW. Eine stärkere Wallbox spart Ihnen hier also keine Minute.

Sinnvoll ist trotzdem eine dreiphasige 11-kW-Wallbox. Sie kostet Sie keine Ladeleistung und bleibt für ein späteres Auto nutzbar. Ihr GLC lädt daran weiterhin einphasig mit 3,6 kW. Diese ungleiche Last auf einer Phase heißt Schieflast. Der Netzbetreiber begrenzt sie auf 4,6 kVA. Mit 3,6 kW bleiben Sie klar darunter. Die Batterie ist an der Wallbox in gut zwei Stunden voll. Die 8,7 kWh sind der Bruttowert, nutzbar ist weniger. An der Haushaltssteckdose dauert es rund vier Stunden. Schnellladen kann diese Generation nicht.

Fahren Sie einen GLC 300 e? Dann entscheidet das Baujahr

Die passende Wallbox für den Mercedes GLC 300 e hängt vom Baujahr ab. Das Auto von 2019 bis 2022 lädt mit 7,4 kW. Wie es diese Leistung auf die Phasen verteilt, ist offen. Ladespezialisten lesen 1 x 32 A, deutsche Quellen nennen 2 x 16 A. Beide Lesarten führen zu unterschiedlichen Empfehlungen.

An einer 11-kW-Wallbox mit 3 x 16 A kann das Auto deshalb auf 3,7 kW sinken. An einer einphasigen 7,4-kW-Wallbox kann ihm dasselbe passieren. Erst 32 A pro Phase geben ihm in beiden Lesarten die vollen 7,4 kW.

Lädt dieses Auto tatsächlich einphasig mit 7,4 kW, liegt es über 4,6 kVA. Dann verlangt die Norm VDE-AR-N 4100 eine Symmetrieeinrichtung. Dieses Bauteil verteilt die Last und verhindert die Schieflast. Ihr Elektrofachbetrieb klärt das bei der Planung mit. Melden müssen Sie Ihre Wallbox in jedem Fall: Bis 11 kW genügt eine Meldung beim Netzbetreiber. Darüber brauchen Sie zusätzlich eine Genehmigung Ihres Netzbetreibers (§ 19 der Niederspannungsanschlussverordnung, kurz NAV). Eine 22-kW-Wallbox ist damit nicht nur eine Frage des Preises. DC-Schnellladen bietet Mercedes für diese Generation in Deutschland nicht serienmäßig an.

Der aktuelle GLC 300 e ab Ende 2022 lädt dreiphasig mit 3 x 16 A. Damit nutzt er die 11 kW einer 11-kW-Wallbox vollständig aus. Eine 22-kW-Wallbox bringt ihm nichts mehr, denn sein Bordladegerät begrenzt bei 11 kW. Die 31,2-kWh-Bruttobatterie ist so in etwa 2,75 Stunden voll. Unterwegs lädt er auch mit Gleichstrom, wenn Sie den optionalen 60-kW-Lader bestellt haben. Mercedes nennt dafür rund 30 Minuten.

Welche Wallbox passt zu Ihrem GLC 4MATIC?

Alle drei Generationen laden an derselben Wallbox, nur eben unterschiedlich schnell. Fahren Sie den aktuellen GLC 300 e, dann holen Sie aus einer 11-kW-Wallbox alles heraus. Beim GLC 350 e genügt technisch weniger, doch dieselbe Wallbox passt auch dort. Sie lädt ihn mit seinen 3,6 kW und bleibt für ein späteres Auto nutzbar. Nur beim GLC 300 e von 2019 bis 2022 macht eine stärkere Wallbox einen echten Unterschied.

Für die Abrechnung der Ladekosten mit Arbeitgeber oder Leasinggeber ist ein MID-Zähler der übliche Nachweis. In unserer Kategorie Wallboxen mit MID-Zähler sind die meisten Geräte 22-kW-Modelle.

Wie lange lädt der Mercedes GLC 4MATIC?

Die Ladezeit hängt beim Mercedes GLC Plug-in-Hybrid von der Generation ab. Der GLC 350 e ist an einer Wallbox nach etwa zwei Stunden voll. An der Haushaltssteckdose dauert es rund vier Stunden. Der GLC 300 e von 2019 bis 2022 braucht bei vollen 7,4 kW ungefähr eine Stunde und 45 Minuten. Fällt er an Ihrer Wallbox auf 3,7 kW zurück, verdoppelt sich das. Der aktuelle GLC 300 e lädt seine viel größere Batterie in etwa 2,75 Stunden. Dieser Wert stammt aus der Fachpresse und ist keine Werksangabe. Einen Typ-2-Anschluss haben alle drei Generationen, genau wie die meisten Wallboxen.

Andere Ausführungen und Modelle

Fahren Sie keinen GLC, sondern einen anderen Mercedes mit Stecker? Dann lesen Sie auch unseren Rat zum Mercedes C 300 e. Auch dieses Modell gibt es in mehreren Generationen mit eigenem Ladeprofil. Anschließen darf Ihre Wallbox in Deutschland nur ein Elektrofachbetrieb. Er muss im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen sein. Das ist Pflicht und keine Empfehlung. Die Installation übernehmen wir in den Niederlanden, im flämischen Teil Belgiens und in Deutschland. Für Deutschland buchen Sie die Installation nicht mit, sondern fordern ein kostenloses Angebot an.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkenne ich, welche GLC-Generation ich fahre?

Schauen Sie auf die Typbezeichnung und das Baujahr. Heißt Ihr Auto GLC 350 e und stammt aus 06/2016 bis 08/2018, fahren Sie die erste Generation mit 3,6 kW. Ein GLC 300 e aus 11/2019 bis 07/2022 ist die mittlere Generation mit 7,4 kW. Ein GLC 300 e ab Ende 2022 ist die aktuelle Generation mit 11 kW. Im Zweifel finden Sie den Typ in den Fahrzeugpapieren oder auf dem Typschild. Achten Sie auf das Baujahr, nicht nur auf den Namen. In den USA heißt die neuere Technik GLC 350e, ohne Leerzeichen.

Braucht der Mercedes GLC eine dreiphasige Wallbox?

Der aktuelle GLC 300 e braucht drei Phasen, sonst erreicht er seine 11 kW nicht. Der GLC 350 e lädt einphasig mit 3,6 kW. Er kommt auch an einer dreiphasigen Wallbox nicht darüber hinaus. Beim GLC 300 e von 2019 bis 2022 ist die Sache offen. Eine 11-kW-Wallbox liefert 3 x 16 A, und das kann seine Ladeleistung auf 3,7 kW halbieren. Eine Wallbox regelt zwar immer auf das herunter, was das Auto verträgt. Eine Garantie für die volle Ladeleistung ist das aber nicht.

Warum ist ein MID-Zähler wichtig?

Ein MID-zertifizierter kWh-Zähler erfasst Ihre geladene Energie geeicht. Damit trennen Sie den Ladestrom sauber vom übrigen Haushaltsstrom. Vor allem für die Dienstwagenabrechnung mit Arbeitgeber oder Leasinggeber ist das der übliche Nachweis. Bei 11-kW-Wallboxen ist ein eingebauter MID-Zähler allerdings selten. In der 22-kW-Klasse finden Sie ihn deutlich häufiger. Prüfen Sie also vor dem Kauf, ob Ihr Wunschmodell einen Zähler an Bord hat.