Wallboxen für Zuhause
Auf dem Display können Sie alle Informationen zum Ladevorgang ganz einf...
Zu Hause laden ist die günstigste und bequemste Art, ein Elektroauto zu betanken: Sie stecken abends ein und fahren morgens mit vollem Akku los. Welches Gerät dabei zu Ihnen passt, entscheidet sich an drei Dingen: Ihrem Hausanschluss, der Ladeleistung Ihres Autos und der Frage, ob Sie Ihren Ladestrom je abrechnen wollen.
Was eine Wallbox für zu Hause kostet
Die Anschaffung ist nur ein Teil der Rechnung. Diese Posten bestimmen zusammen, was Sie am Ende zahlen:
- Die Wallbox selbst. Die aktuellen Preise sehen Sie oben im Sortiment.
- Der Anschluss durch einen Elektrofachbetrieb. Hängt von der Kabellänge, dem Zustand Ihres Zählerschranks und eventuellen Erdarbeiten ab.
- Das Ladekabel, wenn Ihre Wallbox eine Steckdose hat statt eines fest angeschlagenen Kabels.
- Der Ladestrom, abhängig von Ihrem Tarif, dem Verbrauch Ihres Autos und Ihrer Jahresfahrleistung.
- Eine mögliche Verstärkung des Hausanschlusses, falls Ihr Anschluss die zusätzliche Last nicht trägt.
Anschluss und Anmeldung in Deutschland
Zwei Dinge sind in Deutschland nicht verhandelbar, und beide sollten Sie klären, bevor Sie bestellen.
Erstens der Anschluss.Alles hinter dem Zähler darf ausschließlich ein Elektrofachbetrieb ausführen, der im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen ist. Das ist keine Empfehlung, sondern Voraussetzung, und ohne diesen Eintrag nimmt der Netzbetreiber die Anlage nicht ab.
Zweitens die Anmeldung.Bis 11 kW genügt eine Anmeldung beim Netzbetreiber. Darüber brauchen Sie zusätzlich dessen Genehmigung, und die müssen Sie vor der Installation einholen. Liegt die Anschlussleistung über 4,2 kW, gilt Ihre ab 2024 installierte Wallbox außerdem als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG. Die Steuerbarkeit ist Pflicht; im Gegenzug zahlen Sie reduzierte Netzentgelte, und der Netzbetreiber darf die Leistung bei Netzbelastung vorübergehend absenken.
Wir arbeiten in Deutschland mit einem Installationspartner zusammen, der Ihnen ein kostenloses Angebot für Ihren Standort macht, auch wenn Sie die Wallbox nicht bei uns kaufen.
Was der Ladestrom zu Hause kostet
Das rechnen Sie in zwei Schritten aus, und Sie brauchen dafür nur Ihren eigenen kWh-Preis vom Stromvertrag.
Ein Mittelklasse-Elektroauto verbraucht rund 20 kWh auf 100 Kilometer. Multiplizieren Sie diesen Wert mit Ihrem kWh-Preis, dann haben Sie die Kosten pro 100 Kilometer. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit Ihrer Jahresfahrleistung und teilen Sie durch hundert. So kommen Sie auf die Jahressumme. Wer viel zu Hause lädt und einen Tarif mit günstigen Nachtstunden oder einen dynamischen Stromtarif hat, kommt dabei spürbar niedriger heraus als an einer öffentlichen Ladesäule.
Wollen Sie genau wissen, was durch die Wallbox geht, achten Sie auf ein Modell mit eingebautem Zähler oder ergänzen Sie einen separaten Zähler im Zählerschrank.
Wallbox mit MID-Zähler
Ein MID-Zähler ist ein geeichter kWh-Zähler in der Wallbox. Er zählt nicht nur mit, er zählt beweisbar mit, und das ist der Unterschied, sobald jemand anders Ihnen den Strom erstatten soll: der Arbeitgeber beim Dienstwagen, der Mieter oder das Finanzamt. Ohne geeichten Zähler haben Sie eine Hausnummer, keine Abrechnungsgrundlage.
Eine Übersicht aller Modelle mit eingebautem Zähler finden Sie unter Wallbox mit MID-Zähler.
Welche Ladeleistung Sie brauchen
Mehr Kilowatt ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, was Ihr Auto annimmt und was Ihr Anschluss hergibt.
- 7,4 kW einphasig: passt zu Fahrzeugen mit einphasigem Bordlader. Achtung: Einphasiges Laden oberhalb von 4,6 kVA verlangt in Deutschland eine Symmetrieeinrichtung nach VDE-AR-N 4100. Besprechen Sie das mit Ihrem Elektrofachbetrieb.
- 11 kW dreiphasig: der übliche Fall für Einfamilienhäuser, weil bis hierhin die Anmeldung beim Netzbetreiber genügt. Wie dreiphasiges Laden funktioniert, lesen Sie unter 11-kW-Wallbox dreiphasig.
- 22 kW dreiphasig: sinnvoll, wenn Ihr Auto es annimmt oder Sie für das nächste vorbauen wollen. Braucht eine Genehmigung des Netzbetreibers.
Ein Punkt, der oft übersehen wird, und er hängt am Auto, nicht am Haus. Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox liefert 3 x 16 A. Lädt Ihr Auto nur einphasig, nutzt es davon eine einzige Phase, also rund 3,7 kW. Nimmt der Bordlader Ihres Autos einphasig 32 A auf, was 7,4 kW entspricht, halbiert sich Ihre Ladegeschwindigkeit damit. In dem Fall lohnt es sich, beide Wege mit Ihrem Elektrofachbetrieb durchzurechnen: 7,4 kW einphasig mit Symmetrieeinrichtung, oder 11 kW dreiphasig mit dem Tempoverlust. Wie viel Ihr Auto einphasig aufnimmt, steht in seiner Ladetabelle; rechnen Sie es nicht aus dem dreiphasigen Wert hoch.
Feste Kabel oder Steckdose
Wallboxen gibt es mit fest angeschlagenem Ladekabel und mit einer Typ-2-Steckdose. Mit festem Kabel stecken Sie einfach ein und sind fertig, dafür ist die Kabellänge festgelegt und ein beschädigtes Kabel bedeutet einen Werkstattbesuch. Mit Steckdose wählen Sie Länge und Typ selbst und räumen das Kabel bei Bedarf weg, müssen es aber jedes Mal an beiden Enden anstecken.
Brauchen Sie ein eigenes Kabel, finden Sie die passenden Längen und Typen unter Ladekabel für das E-Auto.
Wenn keine feste Wallbox möglich ist
Nicht jeder hat eine eigene Einfahrt. Ein mobiles Ladegerät läuft an einer gewöhnlichen Schuko-Steckdose und braucht keine Installation. Der Preis dafür ist die Geschwindigkeit: mehr als rund 2,3 kW gibt eine Haushaltssteckdose nicht her, was für einen Plug-in-Hybrid reicht und für einen großen Akku nicht. Als dauerhafte Lösung ist es nicht gedacht, als Ergänzung für unterwegs schon.
Lastmanagement: laden, ohne dass die Sicherung fliegt
Wenn Wärmepumpe, Herd und Auto gleichzeitig ziehen, kann die Hauptsicherung an ihre Grenze kommen. Eine Wallbox mit dynamischem Lastmanagement misst laufend, wie viel Strom im Haus verbraucht wird, und drosselt den Ladestrom genau so weit wie nötig. Das Auto lädt dadurch etwas langsamer, aber es geht nichts aus. Welche Modelle das können und welches Zusatzgerät sie dafür brauchen, steht unter Wallbox mit dynamischem Lastmanagement.
Wallboxen bei Wallbox Discounter
In unserem Sortiment finden Sie unter anderem Easee und Zaptec aus Norwegen, Alfen, Peblar und Ratio aus den Niederlanden, Smappee aus Belgien, V2C aus Spanien, Myenergi aus Großbritannien und den Wall Connector von Tesla.
Für Verbraucher gilt in Deutschland die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. Viele Hersteller geben darüber hinaus eine eigene Garantie, die je nach Marke und Modell unterschiedlich lang ist; die Angabe finden Sie auf der jeweiligen Produktseite. Zu den meisten Geräten liefern die Hersteller eine deutschsprachige Installations- und Bedienungsanleitung mit.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wallbox ist für zu Hause am praktischsten?
Die, die zu Ihrem Auto und Ihrem Anschluss passt. Prüfen Sie vor dem Kauf, wie viel Ihr Auto einphasig und dreiphasig annimmt und ob Ihr Haus einen Drehstromanschluss hat. Eine Wallbox, die mehr kann als Ihr Auto, lädt keinen Kilometer schneller.
Wo sollte man die Wallbox zu Hause installieren?
Auf dem eigenen Grundstück, möglichst nah am Zählerschrank, denn jeder Meter Kabel kostet. Achten Sie beim Standort darauf, wo der Ladeanschluss an Ihrem Auto sitzt: vorne, hinten oder seitlich. Das entscheidet, ob ein Kabel von fünf Metern reicht oder ob es sieben sein müssen.
Kann ich eine Wallbox mit meiner Photovoltaikanlage kombinieren?
Ja, aber nicht jede Wallbox kann es von selbst. Für das Laden mit Solarüberschuss braucht die Wallbox eine Messung des Hausverbrauchs, meist über ein zusätzliches Gerät. Welche Modelle das beherrschen, sehen Sie unter Überschussladen.
Gibt es Förderungen für eine Wallbox zu Hause?
Für Einfamilienhäuser gibt es seit 2024 keine bundesweite KfW-Förderung mehr. Seit dem 15. April 2026 fördert der Bund allerdings Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern, mit einem Zuschuss pro Stellplatz für Wohnungseigentümergemeinschaften, einzelne WEG-Mitglieder, private Vermieter und kleinere Unternehmen. Anträge sind bis zum 10. November 2026 möglich, solange die Mittel reichen. Wichtig: Vergeben Sie den Auftrag erst, wenn der Förderbescheid vorliegt. Wer vorher bestellt, verliert den Zuschuss.
Daneben fördern einzelne Bundesländer und viele Kommunen eigenständig. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen und Fristen beim jeweiligen Fördermittelgeber, denn sie ändern sich häufig und Programme werden bei Erschöpfung der Mittel gestoppt.
Kann man ein E-Auto zu Hause ohne Wallbox laden?
Ja, über eine gewöhnliche Schuko-Steckdose, mit rund 2,3 kW. Das reicht für einen Plug-in-Hybrid über Nacht, für einen großen Akku nicht. Eine Haushaltssteckdose ist außerdem nicht für stundenlange Dauerlast ausgelegt, deshalb ist das keine dauerhafte Lösung.
Noch unsicher, welche Wallbox und welcher Anschluss zu Ihrem Haus passen? Fordern Sie über unseren deutschen Installationspartner ein kostenloses Angebot an. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 48 Stunden Antwort.


























